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Railways News 07-2017

Technik verringert Wartungszeiten

In Rybnik verbaut DB Cargo Polska modernste Fertigbauelemente

Innovation – das bedeutet auch, bei Baustellen neue und intelligente Lösungen für komplexe Vorhaben zu finden. Zum Beispiel in Polen. Auf der vielgenutzten Strecke zwischen Rybnik und Boguszowice hat die DB Cargo Polska-Tochter Infra SILESIA nun einen besonders wichtigen Bahnübergang mit gleisführenden GTB-Betonplatten ausgestattet – und gleichzeitig die Wartungskosten und -aufwände deutlich reduziert.

Dabei setzt Infra SILESIA Betonfertigplatten des deutschen Unternehmens B+F Beton- und Fertigteilgesellschaft mbH ein, die das Bauunternehmen schon in vielen anderen Bereichen erfolgreich erprobt hat. Vor allem Kreuzungen und Bahnübergänge in Industriegebieten können so relativ einfach, schnell und ohne großen Aufwand mit Gleisanlagen ausgerüstet werden.

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Infra SILESIA hat seinen Hauptsitz in Rybnik und ist auf die Reparatur von Bahnanlagen spezialisiert und nutzt die neue Technik vor allem, um die langfristigen Wartungskosten über die gesamte Lebensdauer der Anlage zu verringern – auch wenn die Initialkosten der Elemente anfangs höher sind. „Wir freuen uns sehr, dass wir diese Fertigbauelemente auf polnischen Schienen nutzen können“, sagt Michał Batko, CEO von Infra SILESIA. „Von solch einer Modernisierung profitieren nicht nur die Bauherren, sondern auch die Nutzer und Anwohner von Gleisanlagen.“

Die Bauelemente zeichnen sich dadurch aus, dass sie durch ihr hohes Eigengewicht auch große Lasten breiträumig verteilen können. Weil die Baustelle schnell abgeschlossen ist, sinken gleichzeitig die Lärmemissionen bei Baustellenarbeiten.

Die Mitarbeiter von Infra SILESIA konnten rasch mit den Erneuerungsarbeiten auf der Strecke beginnen: Nachdem der Verkehr umgeleitet worden war, wurden die bestehenden Gleise auf einem 30 Meter langen Abschnitt entfernt und die Schwellen entnommen. Anschließend wurden die Fertigplatten mit Hebewerkzeugen angehoben und millimetergenau verlegt. Schließlich mussten die Gleise in den entsprechenden Gleiskanälen verlegt und miteinander verbunden werden. Schotter – und Asphaltarbeiten auf der kreuzenden Straße schlossen die Baustelle ab. Insgesamt elf Stunden nahm der Aufbau in Anspruch. Sofort nach Inbetriebnahme konnte der Verkehr über die neue Kreuzung fahren – schon acht Stunden später hatte sich der Verkehr normalisiert. (an)