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Operator H&S Container Line setzt auf DB Cargo

Die Spedition mit starkem Fokus auf das Binnenschiff bindet den belgischen Seehafen Antwerpen nun mit einem neuen Ganzzugprodukt an die Rheinschiene an. Der Auftrag für die Traktion ging an DB Cargo.

Zum Fahrplanwechsel 2016/17 hat DB Cargo im Auftrag der multimodalen Spedition H&S Container Line einen neuen Ganzzug gestartet, der aktuell einmal pro Woche den Seehafen Antwerpen mit dem deutschen Hinterland verbindet. Der 540 Meter lange Containerzug mit 27 Wagen benötigt etwa 6 bis 8 Stunden für die Strecke zwischen Antwerpen und Andernach am Rhein. Er fährt im Nachtsprung, die Güter können also jeweils am anderen Morgen gleich umschlagen werden.

„H&S genießt in der Branche einen exzellenten Ruf als zuverlässiger Logistikdienstleister, und wir sind stolz auf das Vertrauen, das uns der Kunde entgegenbringt“, sagt Andrea Clasen-De Cunto, Leiterin Accounts West im Bereich Intermodal bei DB Cargo. „Wir freuen uns auf eine enge und dauerhafte Partnerschaft.“

Die H&S Container Line kommt ursprünglich aus der Binnenschifffahrt, bedient aber inzwischen als multimodaler Logistikdienstleister ab Antwerpen und Rotterdam die gesamte Rheinschiene per Barge und Zug. Als ehemalige Division der Reederei Haeger & Schmidt ist H&S Container Line seit einem Jahrzehnt ein eigenständiges Unternehmen mit Sitz in Duisburg, dem größten Binnenhafen Europas. „Mit dem neuen Ganzzugprodukt, dessen Frequenz bei Bedarf erhöht werden kann, erweitern wir unser Portfolio zwischen Antwerpen und der Region Mittelrhein und übernehmen als Ganzzugoperateur das vollständige Auslastungsrisiko für den Zug“, sagt Maik Bastian, General Manager bei H&S Container Line.

Die erste in DB Cargo-Eigentraktion erbrachte Zugverbindung zwischen dem Hafen Antwerpen und der deutschen Rheinschiene startet dienstags im Hafen Antwerpen und fährt direkt in das Terminal im Hafen von Andernach. Das trimodale Terminal verfügt über 750 Meter Gleisstrecke, eine Stellfläche von 42.000 Quadratmetern und eine Lagerkapazität von 4.000 TEU. Ein Portalkran schlägt die Container direkt auf Schiene, Lkw und Binnenschiff um.

Die neue Bahnverbindung stärkt auch die Ausrichtung von H&S auf umweltfreundliche Verkehre. Mit dem Konzept „Container Barging for a greener Planet“ führt H&S genaue Berechnungen der CO2-Emissionen je Transport im direkten Vergleich zum Lkw-Transport durch. „Eine nachhaltige Lieferkette spielt für immer mehr Kunden aus
der Industrie eine wichtige Rolle“, so Maik Bastian. „Dabei kann die Bahn helfen, da sie gegenüber dem Lkw deutlich weniger Kohlendioxid ausstößt.“