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ScrapPortal – Digitale Steuerung aus einer Hand

Mit dem Portal für die Stahlindustrie beweist sich DB Cargo als innovativer und flexibler Partner.

Lieferprozesse digital begleiten und steuern – das können Kunden von DB Cargo mit dem ScrapPortal. Das Portal – Scrap steht für Schrott – wendet sich an die Stahlindustrie in Europa und vernetzt sämtliche Lieferprozesse auf dem Schrottmarkt nach dem Einkauf bis zur Lieferung ins Werk. „Im zurückliegenden Jahr haben wir an der digitalen Kundenschnittstelle große Fortschritte gemacht“, sagt Ralph List, Projektleiter strategische Projekte im Produktmanagement Industrial bei DB Cargo. „Mit diesem Portal steuern wir nicht nur die Rohstoffkette, sondern bieten unseren Kunden zahlreiche Mehrwertdienste, die ihren Aufwand minimieren.“

Hintergrund sind die besonderen Anforderungen der Branche. DB Cargo transportiert rund acht Millionen Tonnen Schrott in die Stahlwerke – das Altmetall geht direkt in die Hochöfen. Der unkoordinierter Zulauf von Schrott führt jedoch zu logistischen Ineffizienzen. Hohe Standgeldzahlungen, schlecht ausgelastete Entladekapazitäten im Stahlwerk, lange Umlaufzeiten und Probleme bei der Leerwagenversorgung der Lieferanten sind die Folge.

Hier schafft das Portal Abhilfe. „Das ScrapPortal ist ein wahres Transparenz-Tool und bietet eine Übersicht über Disposition, Zulauf und Transporten“, erläutert List. „Außerdem stellt es eine Fülle von Reports bereit und verschlankt den ganzen Kommunikationsprozess.“ Schnittstellen ermöglichen es, die ERP-Systeme der Kunden miteinander zu vernetzen. So kann der Transportauftrag über das ScrapPortal direkt an DB Cargo gesendet werden, eine weitere Beauftragung über andere Schnittstellen wie zum Beispiel RSO entfällt. Durch die Vergabe von Zulaufnummern über das Portal werden die Kapazitäten so gesteuert, dass die richtige Menge der richtigen Sorte Schrott zur richtigen Zeit eintrifft. Dabei bleibt das System hochflexibel: „Können Kunden eine bestehende Zulaufnummer an einem geplanten Standort nicht nutzen, so prüfen sie über die Broker-Funktion im System, ob die Zulaufnummer für einen anderen Versandstandort genutzt werden kann“, erläutert List. Über das integrierte Leerwagenmonitoring erhalten die Kunden künftig eine Übersicht über zulaufende und gestellte Wagen. Die Track-and-Trace-Funktion schließlich informiert bei Transportverzögerungen ereignisnah. Auch Beschädigungen an Güterwagen und Transportschäden können über das Portal viel einfacher reguliert werden.

„Bei der Entwicklung des ScrapPortals haben wir schrottverladende Kunden und Stahlwerke eingebunden. Sie konnten aus erster Hand die Bedürfnisse und Anforderungen der Schrottlieferanten und -empfänger in die Entwicklung einfließen lassen“, so List. Aus diesem Grunde könne man bei dem ScrapPortal und dem Produkt DBscrap-solution von einer wirklich maßgeschneiderten Branchenlösung sprechen, die alle Vorteile der Digitalisierung mit einem leistungsstarken und zuverlässigen Partner bündelt.

Nun will DB Cargo die Systematik des Portals auch in anderen Branchen anwenden. Derzeit entwickelt DB Cargo digitalisierte Steuerungsansätze für das Logistikzentrum Hagen sowie für Railports, bei denen Coiltransporte mit einem Vor- und Nachlauf per Lastwagen gesteuert werden. Auch Gefahrgüter und P-Wagen können über das „Supply Chain Portal“ von DB Cargo digital gesteuert werden. Lists Fazit: „Unser großer Vorteil ist, dass wir speziell auf die Kundenbedürfnisse eingehen können, sodass individuelle Lösungen möglichen sind.