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Umweltfreundliche 
Transporte 
für unsere Welt 
von morgen

Mit ihren klimafreundlichen ­Produkten bietet DB Cargo ihren Kunden Transporte für eine nachhal­tige Zukunft

Nachhaltigkeit ist eine der großen Chancen und Herausforderungen unserer Zeit. Wenn es nicht gelingt, die zunehmende Erderwärmung zu stoppen, dann bedroht der Klimawandel den Lebensraum der Menschen und bewirkt Naturkatastrophen mit ungeahnten Folgen. Vor allem das Kohlendioxid (CO2) — eines der sogenannten Treibhausgase — ist verantwortlich für die Erwärmung der Atmosphäre, für den ­Anstieg der Meeresspiegel und für die Veränderung des Klimas, wie der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) der Vereinten Nationen in seinen ­regelmäßigen Berichten festhält.
Daher hat die deutsche Bundesregierung bereits deutlich vor dem Pariser Abkommen beschlossen, die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2050 im Vergleich zu 1990 um 80 bis 95 Prozent zu vermindern.

In der deutschen Klimaschutzstrategie spielt die Bahn eine wichtige Rolle: Rund ein Fünftel des Treibhausgases Kohlendioxid in Europa wird vom Verkehr verursacht. Verkehrslärm beeinträchtigt Umwelt und Gesundheit. Industrie und Handel sind deshalb in der besonderen Pflicht, Transportkonzepte nachhaltig und umweltverträglich zu ­gestalten.

Ohne einen starken Schienenverkehr und der Verlagerung von Verkehren auf die Schiene ist eine signifikante Verringerung der Treibhausgasemissionen im Verkehr nicht zu erreichen. Im Güterverkehr ersparen bereits heute Unternehmen der Umwelt durch den Transport auf der Schiene rund Dreiviertel der CO2-Emissionen gegenüber dem Transport per Lastwagen.

Ambitioniertes Klimaziel der Bahn

Ab 2018 fahren die Fernzüge der DB mit 100 Prozent Ökostrom. Der Fernverkehr der Deutschen Bahn ist damit das erste und einzige Mobilitätsunternehmen in Deutschland, das seine Kunden praktisch CO2-frei zum Ziel bringt. Mit dem Auftakt durch die grünen Fernzüge stellt die DB die Weichen, um ihr neues Klimaziel 2030 erfolgreich umzusetzen. Bis zum Jahr 2030 will sie den spezifischen Ausstoß der Treibhausgase um mehr als die Hälfte reduzieren. Bis 2050 will die DB insgesamt CO2-frei sein. Um das zu schaffen, hebt sie den Anteil erneuerbarer Energien im DB Bahnstrom bereits bis 2030 schrittweise auf 70 Prozent an. Heute liegt der Anteil bei 42 Prozent.

Umweltbewusst geht es auch bei DB Cargo zu. Hier hat man kürzlich eine besondere Botschafterin kreiert: eine mit „Das ist grün.“ gebrandete E-Lok, die den nachhaltigen Schienengüterverkehr und die klimafreundlichen Produkte von DB Cargo sichtbar macht. Das Branding zeigt die Ideen unserer Kunden zum Thema „Warum ist unsere Umwelt schützenswert“. Diese wurden während der Kundenveranstaltung „Rail Club“ im Rahmen der Messe transport logistic gesammelt.

Grüne Produkte für 
die Kunden

DB Cargo bietet seinen Kunden die Möglichkeit, den Schienenanteil ihrer Lieferketten noch nachhaltiger zu gestalten. Zwei Produkte hat die Bahn dafür entwickelt: Mit DB Eco Plus transportieren Unternehmen Güter auf allen Routen in Deutschland und Österreich CO2-emissionsfrei. Mit DB Eco Neutral kompensiert DB Cargo unvermeidbare CO2-Emissionen, die beim Transport – z. B. durch einen Vor- und Nachlauf per Lkw - entstehen. Europaweit und auf allen Relationen.

Mit diesen beiden Produkten spricht DB Cargo Kunden an, die besonders viel Wert auf Nachhaltigkeit in ihren Lieferketten ­legen. Dass Kunden aus der Chemie-, Montan-, Konsumgüterbranche und Autoindustrie sich für diese Produkte entschieden ­haben, beweist, dass grüne Transporte auf der Schiene wettbewerbsfähig und leistungsstark sind.

Effizientes Fahren – mit weniger Energie

Doch damit nicht genug: So hat DB Cargo in den vergangenen Jahren vieles unternommen, um Emissionen im Betriebsablauf zu reduzieren und den Energie- und Kraftstoffbedarf der Flotte zu verringern.

Dazu gehört, dass die Triebfahrzeugführer in energiesparender Fahrweise geschult werden. Die Fahrweise – vorausschauendes Fahren, Fahrzeitreserven nutzen, den Zug ­ausrollen lassen und geschickt bremsen – ­beeinflusst den Energieverbrauch eines Zuges ­direkt. So eine Fahrweise verringert den Strombedarf im Schienenverkehr um bis zu zehn Prozent. 22.000 Lokführer wurden ­bereits bei der DB AG in energieeffizienter Fahrweise geschult.

Automatisierte Fahrassistenzsysteme unterstützen auf langen Strecken die Lokführer: Das digitale Fahrassistenzsystem LEADER – „Locomotive Engineer Assist Display and Event Recorder“ – gibt über ein zusätzliches Display im Führerstand an, mit welcher ­Geschwindigkeit der Zug möglichst energieeffizient durch Fahrplan und Streckennetz steuern kann. 300 Elektroloks hat DB Cargo bereits mit dem System ausgerüstet, das die Bahn gemeinsam mit dem Hersteller Knorr-Bremse entwickelt hat.

Ein weiteres Element ist die Start-Stopp-
Automatik in den Rangierloks auf den Güterbahnhöfen. Ähnlich wie beim Auto wird im Leerlauf der Motor automatisch gestoppt. Bereits 230 Rangierlokomotiven sind seit 2015 mit dieser modernen Start-Stopp-Automatik bei DB Cargo unterwegs. Und schließlich speisen DB Cargo-Loks Brems­energie wieder zurück ins Netz: So kann der Strom von anderen Fahrzeugen wieder als Antriebsenergie genutzt werden.

Insgesamt haben die DB Mitarbeiter im Jahr 2016 rund 1.257 GWh Strom „recycelt“ und wieder ins Bahnstromnetz gespeist. Bei DB Cargo konnten 153 GWh Strom wieder zurückgespeist werden.
Auch der geschickte Umbau von Waggons ist Teil der DB Cargo-Effizienzstrategie: So konnten Mitarbeiter in den DB Cargo-Werkstätten die sogenannte Totlast von Waggons verringern. Weniger Gewicht auf der Schiene heißt weniger Energieverbrauch. Das senkt die Energiekosten und verringert den Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen.

Hohe Investitionen in modernes Material

Gleichzeitig investiert die Güterbahn in moderne Fahrzeuge und kauft bis zu 100 neue Streckenloks. Auf den Rangierbahnhöfen setzt DB Cargo auf innovative Technologien. Mit Toshiba, einem führenden asiatischen Lieferanten für Schienenfahrzeugtechnik, hat die Bahn vereinbart, neue Hybridlokomotiven zu entwickeln und zu erwerben und in einem Forschungsprojekt testet DB Cargo gemeinsam mit DB Fahrzeuginstandhaltung die Modernisierung auf Hybridtechnik von bestehenden dieselhydraulischen Rangierloks. Die Erprobung soll 2017 und 2018 auf zwei Fahrzeugen laufen. Die Hybridfahrzeuge werden im Nahbereich eingesetzt und senken sowohl den Diesel-Verbrauch und damit die CO2-Emissionen als auch die ­Instandhaltungskosten.

Und schließlich ist das Thema Nachhaltigkeit auch eine Frage des Lärms. Hier modernisiert DB Cargo die Waggons durch sogenannte Verbundstoffbremssohlen (V-Sohlen). Sie mindern den vom Güterverkehr ausgehenden Lärm um rund 10 dB(A) in der Vorbeifahrt – was für das menschliche Ohr einer Halbierung entspricht. Seit 2001 werden neue Güterwagen mit der lärmarmen K-Sohle beschafft, seit 2013 werden Bestandswagen auf die ebenfalls leisere LL-Sohle umgerüstet. Bis Ende 2016 waren mehr als 50 Prozent der DB Cargo-Wagen in Deutschland mit diesen Flüsterbremsen ausgestattet. Bis Ende 2020 wird der komplette aktive Wagenpark in Deutschland leise sein.

Mit all diesen Anstrengungen hat DB Cargo ein nachhaltiges Gesamtpaket geschnürt und beweist sich so als Vorreiter für klimafreundliche Logistik – zum Vorteil aller.

DB eco plusCO2-freie Transporte
Mit DB Eco Plus transportieren Unternehmen Güter auf allen Routen in Deutschland 
und Österreich CO2-emissionsfrei. Über das unabhängige Berechnungstool Eco TransIT World ermitteln DB Cargo-Fachleute den spezifischen Energiebedarf der Transporte und erstellen anschließend ein nachhaltiges Transportkonzept. Auf der Grundlage eines individuellen Angebots kauft DB Cargo 
die entsprechende Menge Ökostrom aus einheimischen erneuerbaren Energiequellen ein und ersetzt so den klassischen Bahnstrom-Mix in gleichem Umfang. Zudem fließen zehn Prozent der Erlöse aus DB Eco Plus in Anlagen, die regenerativen Strom erzeugen oder speichern.
Der gesamte Ablauf von der Emissions­berechnung bis zur Einspeisung des regenerativen Stroms wird vom TÜV SÜD überwacht. Die realisierten CO2-Einsparungen des DB Eco Plus-Kunden werden außerdem durch TÜV-Zertifikate bescheinigt – und können der Klimabilanz des Unternehmens zugerechnet werden.

Bis 2030 will die DB 
den Ausstoß der Treibhausgase massiv reduzieren, bis 2050 will sie CO2-frei sein.


Mit ihren Produkten ist DB Cargo 
Vorreiter für 
klimafreundliche Logistik.
DB Eco Neutral kompensiert unvermeidbare CO2-Emissionen und ist so die perfekte Ergänzung zu DB Eco Plus. Mithilfe von EcoTransIT World berechnen Fachleute die CO2-Emissionen der Transportkette und legen ein individuelles Angebot über das CO2-Kompensationspotenzial vor. Auch hier haben Kunden einen direkten Vorteil: 
Neben kompensierten Emissionen fördern sie zusätzlich die Verbesserung der lokalen Umwelt- und Lebensbedingungen in den Projektregionen. Denn in Zusammenarbeit mit der renommierten Organisation atmosfair investiert DB Cargo in ausgewählte nachhaltige Projekte in aller Welt, die den Ausbau erneuerbarer Energie fördern und CO2-Emissionen reduzieren. Die Projekte basieren auf den internationalen Vereinbarungen des Kyoto-Klimaschutzprotokolls und entsprechen dem aktuell strengsten Standard für Klimaschutzprojekte CDM Gold. DB Eco Neutral-Kunden erhalten ein Zertifikat über die Höhe der kompensierten 
CO2-Emissionen.