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Geschichte

Historie DB Cargo AG

Aus dem ehemals rein deutschen Unternehmen entwickelt sich ein europäisches Netzwerk für den Schienengüterverkehr

DB Cargo AG ist die Führungsgesellschaft für das Geschäftsfeld Schienengüterverkehr der Deutschen Bahn AG (DB), in dem die DB alle nationalen und europäischen Logistikaktivitäten auf der Schiene gebündelt hat. Der Sitz des Unternehmens ist Mainz.

Die nach der Bahnreform im Jahre 1999 gegründete rein auf deutsche Aktivitäten ausgerichtete DB Cargo AG wurde zum 1. Januar 2000 in Railion GmbH umbenannt. In die Gesellschaft mit Sitz in Mainz brachten die Deutsche Bahn AG und die niederländischen Nederlandse Spoorwegen (NS) ihre Schienengüterverkehrs-Aktivitäten als 100-prozentige Tochtergesellschaften der Railion GmbH ein. Aus DB Cargo wurde so Railion Deutschland AG und aus NS Cargo wurde Railion Benelux NV. Später wurde diese Gesellschaft in Railion Nederland NV umbenannt.

Mitte 2001 brachte die dänische Danske Statsbaner (Dänische Staatsbahn – DSB) ihre Schienengüterverkehrssparte DSB Gods ebenfalls als 100-prozentige Tochtergesellschaft namens Railion Danmark A/S in die Holding ein und erhielt dafür 2 % des Kapitals der Railion GmbH, der Anteil der DB wurde auf 92 % vermindert.

Zum 1. September 2003 übertrug die DB AG ihren Anteil an der Railion GmbH an die Stinnes AG (heute DB Mobility Logistics).

Im Januar 2004 erwarb Railion Deutschland eine 30,07-%-Beteiligung an der italienischen Rail Traction Company. Im Juni 2004 übernahm Railion 95 % der Anteile an der italienischen Strade Ferrate del Mediterraneo (SFM). Ab April 2005 firmierte das Tochterunternehmen als Railion Italia s.r.l. Anfang Januar 2010 wurde das inzwischen in DB Cargo Italia umbenannte Unternehmen mit der DB Cargo Italia Services S.r.l. vereinigt, an der DB Cargo AG gleichzeitig die Mehrheit der Anteile übernahm. Damit ist DB Cargo Italia Services S.r.l. gemessen am Verkehr und Umsatz die zweitgrößte italienische Güterbahn.

Mit der Übernahme der schweizerischen Brunner Railway Services (BRS) im Januar 2007 erweiterte sich das Unternehmen in die Schweiz hinein. Seit Mai 2007 firmiert dieses Tochterunternehmen als DB Cargo Schweiz GmbH.

Im Dezember 2007 beteiligte sich Green Cargo mit 49 % an Railion Danmark. Das Joint-Venture heißt Railion Scandinavia A/S.

2009 kaufte DB Cargo AG die größte private polnische Eisenbahn PCC Rail. Die Gesellschaft wurde inzwischen in DB Cargo Polska S.A. umbenannt.

Anfang 2009 wurde das Unternehmen von Railion in DB Schenker Rail umbenannt. Am 1. März 2016 folgte die Umbenennung in DB Cargo AG.

DB Cargo AG umfasst die drei Regionen East, Deutschland/Central sowie West. Die Regionen werden durch zentrale Funktionen wie Produktion, Vertrieb, Finanzen und Personal unterstützt. Die Geschäftsaktivitäten in den Regionen erbringen die Tochterunternehmen, die je nach Markterfordernis als volle Bahngesellschaften oder reine Produktionsgesellschaften agieren.

Zu den Gesellschaften der Region West gehören die DB Cargo UK als größtes Schienengüterverkehrsunternehmen in Großbritannien, Euro Cargo Rail France (ECR) – die Nummer 2 in Frankreich – sowie Transfesa/ECR Spain.

Innerhalb der Region Deutschland/Central hat die DB Cargo AG, als größtes und leistungsfähigstes Schienengüterverkehrsunternehmen in Europa, Management-Funktionen inne. Die Region setzt sich weiterhin aus elf Produktionsgesellschaften zusammen, darunter DB Cargo Nederland, DB Cargo Scandinavia, DB Cargo Italia und DB Cargo Schweiz. Zur Region gehören außerdem auf spezielle Märkte ausgerichtete Gesellschaften wie DB Cargo Logistics, DB Cargo BTT, DB Schenker Nieten und DB Intermodal Services. Rund die Hälfte der in dieser Region verfügbaren 2.000 Lokomotiven ist interoperabel und grenzüberschreitend im Einsatz.

Die Region East umfasst DB Cargo Polska, Deutsche Bahn Cargo Romania, DB Cargo Bulgaria sowie das Logistic Center Hungaria (LCH). Die DB Cargo Polska ist eines der größten privaten Schienengüterverkehrsunternehmen in Polen und die zweitgrößte Landesgesellschaft bei DB Cargo AG.

Eine starke Vertriebsfunktion auf Europa-Ebene betreut Regionen übergreifend die Kunden und ergänzt den Vertrieb in den Regionen. Auch die Angebotsplanung in der Produktion und das Asset Management erfolgen auf europäischer Ebene. Für internationale und interkontinentale Verkehre nach Russland und China ist ein spezielles Netzwerk-Management verantwortlich.

Letzte Aktualisierung: 23.06.2016

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