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Ganz besondere Fahrzeugteile – Batterielogistik

 Europa wird elektromobil

Immer mehr Fahrzeugmodelle mit elektrischen Antrieben präsentieren die Automobilhersteller. Herzstück der Stromer sind die viele Hundert Kilo schweren Batterien – deren zuverlässiger Nachschub ist für den Erfolg der Autoindustrie entscheidend.

Bislang kommen die Lithium-Ionen-Zellen zumeist per Seefracht aus Asien. Doch mittlerweile erweitern die großen Zellhersteller ihre Kapazitäten in Europa, neue Anbieter kommen hinzu. Auch viele Automobilhersteller bauen eine eigene Batterieproduktion auf. Oder sie beauftragen Zulieferer, die entsprechenden Zellen direkt an die Fertigungsstraßen der Autofabriken zu liefern.

„Wir bieten der gesamten Autoindustrie – von den Originalausrüstungsherstellern bis zu den Zulieferern der ersten und zweiten Ebene – individuelle und maßgeschneiderte Transportlösungen für Lithium-Ionen-Zellen an. So verknüpfen wir die Batterieherstellung mit dem Automobilbau“, sagt Andrey Ludwigs, Senior Project Manager Components bei DB Cargo Logistics. „Unsere multimodalen Konzepte optimieren die Logistikkosten und verringern zugleich die CO2- Emissionen.“ Einige Autohersteller verlangen das mittlerweile von ihren Zulieferern.

Weil Akkus so schwer sind, kann die Schiene beim Transport ihre Stärke voll ausspielen. Der Zuladefaktor ist bei Güterwagen zweieinhalbmal so hoch wie beim Lkw: Anstelle von zwei bis drei Lastwagen rollt nur ein Güterwagen zum Ziel. „Nicht nur die Logistikkosten bieten hier einen Vorteil für die Schiene“, ergänzt Jahn Reich, Project Manager, Competence Center Automotive & Logistics, „sondern auch in puncto Sicherheit ist die Schiene dem Lkw voraus.“ Gemessen an der Unfallhäufigkeit pro 1 Milliarde Tonnenkilometer sogar bis zum 40-Fachen. „Gleichzeitig schränken die Gefahrgutvorschriften den operativen Ablauf nicht so stark ein, wie es oft angenommen wird.“ Sichergestellt wird dies bei DB Cargo durch ein professionelles Gefahrgutmanagement und intensive Gespräche mit allen Beteiligten der Transportkette.


Zuverlässigkeit im Automotive RailNet

Für diese Transporte nutzt DB Cargo Logistics das europaweite Netzwerk. Mit dem Automotive RailNet kann die Güterbahn schon heute hohe Flexibilität, kurze Laufzeiten und hohe Zuverlässigkeit in Zentraleuropa verbinden: Im Nachtsprung werden die Waren zwischen den Automobilwerken transportiert. Dieses Netzwerk wird nun um Angebote für die Batteriehersteller und Zellen-Zulieferer ergänzt.

Weitere Mehrwertservices runden das Konzept ab, zum Beispiel ein Relationsmanagement oder die Beratung des Kunden bei der Auswahl von Ladegefäßen. Diese müssen nicht nur den RID- und ADR-Regelungen für den Transport von Gefahrgut entsprechen, sondern werden wie alle Transportgestelle, die die Bahn nutzt, aufwendig auf Frachtsicherheit untersucht und in speziellen Auflaufversuchen getestet.

Gleichzeitig steuert DB Cargo Logistics als Lead Logistics Provider verkehrsmittelübergreifende Lösungen. „Wir bieten den Kunden alternative Konzepte: Durch das europaweite Netzwerk von DB Cargo ist es möglich, konventionelle oder intermodale Transporte auf der Schiene anzubieten“, sagt Heike Armgart, die sich ebenfalls bei DB Cargo Logistics um Batterielogistik kümmert.

Dabei können die Kunden einzelne Kapazitäten im System buchen – die Bahn garantiert die tägliche Abfuhr größerer und kleinerer Volumina. Auch hier kann DB Cargo Logistics die gleiche Flexibilität wie der Lkw garantieren: Dank der Hubs in Stuttgart/Kornwestheim, Ingolstadt/Regensburg, Halle/Leipzig sowie Braunschweig können Güter schnell umgeschlagen werden. Auch die vielen Railports und Terminals, die DB Cargo und die Partner der Güterbahn an verschiedenen Standorten betreiben, spielen eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen nämlich auch den Herstellern den Zugang zur Güterbahn, die keinen eigenen Gleisanschluss haben.


Hubs und Railports

So bereitet DB Cargo Logistics derzeit den Transport von Lithium-Ionen- Zellen über den Railport am Standort Wrocław (Breslau) vor. Die Batterien kommen aus neuen Produktionsstätten in Polen und Ungarn und sind für Automobilhersteller in ganz Europa vorgesehen. „Wir haben die Möglichkeit, diesen und andere Standorte schnell für die speziellen Anforderungen der Batterielogistik umbauen und nutzen zu können“, sagt Ludwigs. Schon heute plant die Güterbahn die Verkehre für künftige Kunden. „Für einige bedeutende Batteriehersteller und Lithium-Ionen-Lieferanten haben wir sehr erfolgreiche Pilotverkehre durchgeführt“, so Ludwigs.

Für die Fertigung eines großen Autoherstellers in Deutschland untersucht DB Cargo Logistics derzeit konkret, wie die Supply Chains der Hersteller und Zulieferer effizient verknüpft werden können. Durch zuverlässige und nachhaltige Transportkonzepte will DB Cargo das Ihre dazu beitragen, dass die Stromer auf den Straßen zum Erfolg werden.


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