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Die neue Seidenstraße

DB Cargo plant den Ausbau der China-Verkehre.

Seit 2011 sind Containerzüge der DB Cargo unterwegs auf der historischen Seidenstraße zwischen Europa und Asien – nun erhöht das Unternehmen seine Anteile am Spezialisten Trans-Eurasia Logistics (TEL) auf 60 Prozent und stärkt damit seine Position im transkontinentalen Schienengütermarkt. 

Trans Eurasi landbridge as a trasnport alternative

Durch das Bündeln der Kräfte unter einer einheitlichen Leitung und den höheren Einfluss bei TEL sieht der neue DB Cargo Senior Vice President „Corridor Development China/Neue Seidenstraße“ Dr. Carsten Hinne gute Möglichkeiten, die Verkehre von und nach Asien deutlich auszubauen. Aktuell sind es 10 bis 15 Rundläufe pro Woche, die das Unternehmen auf dem Landweg nach Asien abwickelt. "Ich halte eine Verdopplung der Verkehre in den nächsten zwei bis drei Jahren nicht für unerreichbar", sagt DB Cargo-Vertriebsvorstand Raimund Stüer und verweist unter anderem auf eine steigende Nachfrage aus unterschiedlichen Segmenten wie der Automobilindustrie. 

Wettbewerbsfähige Alternative

Die Laufzeiten auf der historischen Strecke liegen bei 14 bis 18 Tagen. „Damit entwickelt sich die Landverbindung zu einer wettbewerbsfähigen Alternative zur langsameren Seefracht und teureren Luftfracht“, erklärt Raimund Stüer. DB Cargo wickelt die Transporte auf der – je nach Abgangs- und Zielbahnhof – 10.000 bis 13.000 Kilometer langen Strecke von Anfang an mit den Spezialisten von TEL ab. 2006 hatten die Deutsche Bahn und die russische Staatsbahn RZD die Weichen für die Gründung des gemeinsamen Unternehmens gestellt, um den Schienengüterverkehr zwischen Europa und Asien voran zu bringen. 2008 nahm das Unternehmen seinen Betrieb auf. Ihren ersten Containerzug zwischen China und Europa fertigte TEL im Oktober 2008 ab, 17 Tage brauchte er für die Stecke von Xiangtan nach Hamburg.