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Auf dem Weg zur InnoTrans

Seit 1996 findet in Berlin alle zwei Jahre die InnoTrans, die bedeutendste Fachmesse für Schienentechnik, statt – von Anfang an mit DB Cargo.

Die Fahrzeuge, Waggons und anderen Ausstellungsstücke zur Messe Berlin zu bringen, ist dabei eine logistische Herausforderung. Um 7:30 Uhr liegt am Sonntagmorgen vor der Messe über den Feldern in Brandenburg noch der Nebel und die Sonne bahnt sich langsam ihren Weg über das Gleisfeld in Elstal (Wustermark). 

Endspurt in Elstal

Da ist Mike Kuhn, Experte Projekt KANWAS bei DB Cargo, schon eineinhalb Stunden unterwegs, hat mit seinem Team die letzten Exponate in Position gebracht. Denn es ist Endspurt angesagt: Seit 8. September kamen die diversen Ausstellungsstücke an, seit Montag wurden sie in Elstal rangiert und seit Freitag rollen sie Stück für Stück zur Berliner Messe. Das Pensum ist an diesen Tagen natürlich straff für Kuhn und seine insgesamt zwölf Kollegen, die in Elstal, auf dem Messegelände und dazwischen unterwegs sind. Aber auch eine schöne Abwechslung: "Das ist jetzt meine dritte Messe und ich habe mich sehr darauf gefreut. Man hat viel Kundenkontakt und kann interessante Exponate sehen", so Kuhn, der bei seiner ersten InnoTrans die Ausstellungsstücke noch selbst rangierte.

DB Cargo InnoTrans

Ein Ausstellungsstück ist auch schon fast die 232, mit der ein Großteil der Exponate zur Messe gefahren werden. Schließlich ist die 1973 gebaute Lok auch die dienstälteste bei der DB. "Das ist noch russische Technik. Und mit sechs Achsen ist die 232 ein richtiger Kraftprotz", erzählt Lokführer Thomas Friedrich, der die Exponate an diesem Morgen zur circa 20 Minuten entfernten Messe fährt. Und Kraft braucht die Lok, schließlich zieht sie bei einer Geschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde tonnenschweres Gerät über die Gleise in den Berliner Westen.

Kurz vor dem Internationalen Congress Centrum – wo die InnoTrans stattfindet - meldet sich die Fahrdienstleiterin aus Halensee: Sie will von Friedrich wissen, ob sie ihm die Signale zur Einfahrt auf das private Anschlussgleis der Messe stellen kann. "Nicht, dass wir da noch zusammenfahren", so Friedrich, der bereits 30 Jahre bei der Bahn ist.

Der InnoTrans-Experte

Schnell hält er per Telefon Rücksprache mit Matthias Follert, Gruppenleiter bei DB Cargo in Seddin, und ebenfalls ein Bahner mit viel Erfahrung. Er koordiniert die Anlieferung der Exponate seit 2000, der dritten InnoTrans. Während am angrenzenden S-Bahnhof Heerstraße die Trainspotter mit gezogenen Kameras auf die Neuheiten der diesjährigen Messe warten, rangieren er und seine Kollegen die Exponate in die richtige Position, bevor sie auf einem der elf Gleise auf dem Gelände zum Stehen kommen. Damit das reibungslos klappt, ist er bereits seit Anfang des Jahres mit der InnoTrans beschäftigt. "Im Januar führen wir die ersten Gespräche mit der Messe. Danach erstellen wir einen Flyer für die Aussteller, in denen genau beschrieben ist, wie sie ihre Ausstellungsstücke anliefern und markieren müssen", so Follert.

Das ist wichtig, da die Aussteller ihre Exponate natürlich auf dem Gelände optimal in Szene setzen wollen. Steht ein Fahrzeug irrtümlich falsch herum auf dem Gleis oder an der falschen Position, lässt sich das im Nachhinein nicht mehr ändern. Dann gäbe es natürlich Ärger. Ist sowas vielleicht schon mal passiert? "Zum Glück nicht, aber das ist schon ein ganz schönes Puzzlespiel. Immerhin kommen 80 Prozent der Exponate per Schiene an." Und damit auf dem umweltfreundlichsten Weg. 

Den müssen die Kollegen heute nur noch einmal nehmen. Denn sie sind pünktlich fertig geworden. Ab morgen können die Besucher in Berlin die neueste Verkehrstechnik bestaunen. Auch dank Matthias Follert und seinen Kollegen.