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Rangierlokomotiven zum Jubiläum

Zum 20. Geburtstag der Mitteldeutschen Eisenbahn GmbH (MEG) würdigt auch DB Cargo die Leistungen des Unternehmens.

Die MEG wurde am ersten Oktober 1998 als gemeinsame Tochtergesellschaft der DB Cargo AG und der heutigen VTG Rail Logistics GmbH gegründet. „Gemeinsam mit unseren 340 Mitarbeitern haben wir uns in den zurückliegenden 20 Jahren von einer Anschlussbahn zu einer Güterbahn entwickelt, die deutschlandweit für ihre Kunden unterwegs ist“, betonte Michael Koch, Geschäftsführer der MEG. Die MEG erbringt heute Eisenbahnverkehrsleistungen in öffentlichen und nicht öffentlichen Netzen, Serviceleistungen im Eisenbahngüterverkehr und für private Eisenbahninfrastrukturunternehmen. Für große Industriekunden – wie die Dow Olefinverbund GmbH in Schkopau und Böhlen sowie der CEMEX Zement GmbH in Rüdersdorf – betreibt die MEG Werksbahnen. Das Transportvolumen stieg 2017 auf über 19 Millionen Tonnen.

Alstom übergibt drei Prima H3 Rangierlokomotiven

Der Fahrzeugpark der MEG umfasst 12 Rangier-, 32 Strecken- sowie 19 kombinierte Strecken-/Rangierlokomotiven. In Schkopau betreibt die MEG außerdem eine Fahrzeugwerkstatt für Lokomotiven und Güterwagen. Das zwanzigjährige Bestehen der MEG war für Alstom Anlass genug, drei Hybrid-Rangierloks Prima H3 in Schkopau zu übergeben. „Wir freuen uns, dass die MEG erneut auf unsere Prima H3 zählt. Unsere umweltfreundliche Rangierlokomotive basiert auf einer modernen Technologie, die speziell mit ihrem verbrauchsarmen und starken Hybridantrieb vielseitig einsetzbar ist“, sagt Jörg Nikutta, Geschäftsführer Alstom in Deutschland und Österreich. Alle neuen Fahrzeuge der MEG verfügen über die Alstom-Technologie TrainTracer zur Datenfernübertragung und lassen sich technisch zentral überwachen. Zudem verfügen die Fahrzeuge über die neueste Generation der Fahrzeug- und Antriebssteuerung. Zusätzlich zu den heute übergebenen drei Loks kommen bis März 2019 weitere zwei Hybridlokomotiven dazu. Anfang 2019 verfügt die MEG somit über insgesamt 11 Hybridrangierlokomotiven.

„Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass diese Loks gegenüber herkömmlichen Diesel-Rangierlokomotiven erheblich geräuscharmer sind, zirka 40 Prozent Kraftstoff sowie 60 Prozent an Emissionen einsparen. Dieser eindrucksvolle Mehrwert unterstreicht die Vorteile der Flotte sehr deutlich. Diese neuen Loks bieten außerdem einen deutlich höheren Bedienkomfort für die Lokführer.“, sagte Dr. Jürgen Sonntag, Geschäftsführer der MEG.

Ergänzend dazu investiert auch DB Cargo in umweltfreundliche und zukunftsfähige Technologien, unter anderem durch die Partnerschaft mit einem großen japanischen Technologiekonzern zur gemeinsamen Entwicklung von Hybridloks. Darüber hinaus sind bereits heute an mehreren Bahnhöfen in Deutschland Hybridloks im Rangierdienst unterwegs. Auch mit dem Forschungsprojekt „Innovative Güterwagen“, bei dem leise, energieffiziente und wirtschaftliche Komponenten erprobt werden, leistet DB Cargo einen Beitrag für die Umwelt.

So wurden bei den Prima H3 die Lärmemissionen ebenfalls deutlich reduziert. Abhängig vom Einsatz läuft die Lokomotive im Batteriebetrieb zwischen 50 Prozent und 75 Prozent ihrer Betriebszeit. Dies ermöglicht einen emissionsfreien Schienenverkehr in städtischen Gebieten oder Produktionshallen. Die Lokomotive erreicht Höchstgeschwindigkeiten von100 km/h und kann daher problemlos in den Hauptverkehrszweig integriert werden.