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Polnischer Koks heizt deutschem Eisen ein

Wenn in Singen am Hohentwiel in Baden-Württemberg die Schmelzöfen glühen, liegt das auch an Koks, der durch drei Länder gereist ist. Während Koks als Brennstoff im privaten Bereich so gut wie ausgedient hat, trägt er in der Industrie weiter zur Produktion moderner Werkstoffe bei.

Endverbraucher des polnischen Kokses ist die Firma Fondium, die in Singen und an einem zweiten Standort in Mettmann Gussprodukte aus Aluminium, Magnesium oder Eisen für die Automobil-Branche und weitere industrielle Anwendungen herstellt. Koks hat einen ähnlichen Heizwert wie die Kohle, aus der er hergestellt wird, verbrennt aber rauch- und rußärmer und enthält weniger Schwefel, was der Qualität des geschmolzenen Metalls zugutekommt.

Die Anlieferung per Schiene wurde gewählt, nachdem parallele Testtransporte mit Lastwagen die Qualität von DB Cargo nicht erreichen konnten. Die hohe Pünktlichkeit des Verkehrs überzeugte den Kunden.

Die Transportkette beginnt in einer polnischen Kokerei in Częstochowa, nicht weit von Kattowitz, von wo die Container auf Wagen eines lokalen Eisenbahnverkehrsunternehmens über Ostrava in Tschechien bis zum Grenzübergang Bad Schandau in Sachsen befördert werden. Ab Bad Schandau übernimmt DB Cargo die Wagen, in der Regel als Gruppen mit fünf bis zehn Elementen. Nur die letzte Meile vom Terminal Singen bis ins Fondium-Werk wird per Lkw zurückgelegt.

Hauptansprechpartner hierfür ist dabei der Regensburger Intermodal- und Schüttgut-Spezialist NYYLO, der DB Cargo bereits seit vielen Jahren vergleichbare Verkehre nach Schweden übergibt. Zum Einsatz kommen 30-Fuß-Open-Top-Container.