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Mit weniger Klicks ans Ziel

Einfacher und mit mehr Funktionen: Christina Winklhöfer und Thomas Niederholz gehören zum Entwickler-Team von link2rail im Lab Duisburg.

Die Digitalisierung bei DB Cargo nimmt immer konkretere Formen an. Im Lab in Duisburg arbeitet derzeit ein Team an letzten Anpassungen, bevor die Plattform link2rail im Herbst an die Kunden ausgerollt wird. Dann werden die neuen Möglichkeiten verfügbar sein, die DB Cargo auf der Messe transport logistic erstmals vorgestellt hatte. Das Wichtigste: Regelmäßige Prozesse werden stark vereinfacht. „Selbst bei wiederkehrenden Bestellungen mussten die Kunden bisher viele notwendige Angaben immer neu machen“, berichtet Jürgen Bosse, Leiter Digitaler Vertrieb link2rail. Künftig lassen sich auf der link2rail-Plattform Vorlagen speichern und mit wenigen Klicks, etwa zu gewünschten Lieferdaten, ergänzen und absenden. Und noch mit einer weiteren Erleichterung wird link2rail aufwarten, die viele Unternehmen freuen dürfte: „Manche Kunden benötigen einen gesonderten Frachtbrief pro Wagen. Dazu muss bislang jeder dieser Wagen einzeln gebucht werden. Künftig setzen sie da einfach ein Häkchen“, erläutert Bosse.

Die Plattform link2rail wird drei Zugangswege bieten: ein Portal im Internet-Browser, Apps für mobile Endgeräte und API-Schnittstellen. Über Letztere fließen die Daten direkt in die Unternehmenssoftware des Kunden. Das Customer Lab in Duisburg bietet dafür jegliche Unterstützung an. Für die Einrichtung der API gibt es beispielsweise spezielle Test-Datensätze. Aber auch für die Anwendung und Anpassung des Internet-Portals steht das Team den Kunden mit Rat und Tat zur Seite – und das sogar vor Ort.

Individuell angepasst

„Unser Customer Lab hier in Duisburg ist nicht nur eine Programmier-Werkstatt. Wir wollen es auch für Workshops nutzen“, sagt Phillip Naujoks, der das Team in Duisburg leitet. Interessierte Kunden werden eingeladen und durch den Anpassungsprozess geführt. „Die Anwender können Einstellungen selbst vornehmen und die Ansicht personalisieren. Aber zuerst schauen wir gemeinsam, was gewünscht und gebraucht wird, und erarbeiten die passende Lösung“, erläutert Naujoks.

So lässt sich zum Beispiel einstellen, dass bei der Buchung nur solche Güterwagentypen ausdem umfangreichen Katalog angezeigt werden, die das jeweilige Unternehmen auch wirklich benötigen könnte. In link2rail integriert werden außerdem die neuen Sensorik- und Track-&-Trace-Funktionalitäten. „Der Kunde sieht auf einer Karte, wo sein Wagen ist. Kommt es zu Verzögerungen, besteht die Möglichkeit, proaktiv zu benachrichtigen. Auf der Basis von Sensorik- und Telematikdaten definieren wir Produkte, mit denen wir für unsere Kunden einen Mehrwert schaffen können“, sagt Jürgen Bosse. Es gibt verschiedene Sensoren, zum Beispiel für Temperatur und Feuchtigkeit.

Das Customer Lab steht allen Kunden offen. Angesprochen sind dabei nicht nur IT-Experten, sondern auch Logistikeinkäufer und Endanwender. „Wir freuen uns schon auf die Zusammenarbeit und das Feedback. Denn wir wollen link2rail natürlich kreativ weiterentwickeln und ausbauen – und damit langfristig Einfluss auf die Entwicklung des Schienengüterverkehrs nehmen“, sagt Phillip Naujoks.