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Boomende Automobilindustrie

„Die Weltbevölkerung wächst, und immer mehr Menschen wollen mobil sein. Für sie ist das eigene Auto ein Traum, weil es individuelle Mobilität mit Komfort und sozialem Status verbindet.“

Mit mehr als 250 Zügen täglich transportiert DB Cargo sowohl Fertigfahrzeuge als auch Komponenten.

Der Weltmarkt für Pkw ist 2018 um zwei Prozent gewachsen, in Europa lag das Wachstum bei einem Prozent. 2018 hat die deutsche Industrie daher neue Rekorde verbucht: Die deutschen Pkw-Hersteller konnten 2018 ihre weltweite Produktion auf 16,7 Mio. Einheiten steigern, ein neuer Höchststand, so Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).

Doch ungewiss ist, ob und wie sich das Wachstum im Jahr 2019 fortsetzt. „Die deutsche Automobilindustrie steht vor einem enormen Transformationsprozess. Ob Digitalisierung oder vernetztes und automatisiertes Fahren, ob effiziente Antriebe oder Mobility Services: Als Technologietreiber ist die deutsche Automobilindustrie besonders gefordert“, so Mattes.

Die Automobilindustrie setzt Maßstäbe

Diese Transformation hat großen Einfluss auf die Logistikbranche, denn die Automobilindustrie ist für die Logistikunternehmen weiterhin maßgeblich. Mit ihren Anforderungen an Service und Qualität hat die Industrie Maßstäbe gesetzt, die später andere Branchen übernommen haben. Auch sind die Logistikdienstleistungen längst Teil der Wertschöpfung der Automobilhersteller geworden. In Europa verbinden spezialisierte Dienstleister die Werke durch dezidierte Netzwerke. Sie versorgen die Werke mit Material und bringen Fahrzeuge aus den Werken zu den Häfen und zu Distributionsplätzen in aller Welt.

Dabei steigen die Anforderungen an die Qualität der Netzwerke immer weiter: Die Modellvielfalt nimmt zu. Die Automobilhersteller müssen hoch flexibel agieren, um sich auf die sich dynamisch verändernden Märkte einzustellen. Für die Transportunternehmen bedeutet das, dass die Auslastung der Netzwerke immer schwieriger zu planen ist. Will die Logistikbranche künftig am Wachstum partizipieren, muss sie sich also weiterentwickeln. 

Wenn wir von einer Partnerschaft mit unseren Kunden sprechen, dann sind wir uns dessen bewusst, dass wir eine klare Verantwortung haben.

Jens Nöldner, CEO, DB Cargo Logistics GmbH


Die Transformation der Industrie mitgestalten

DB Cargo ist einer der wichtigsten Logistikdienstleister für die Branche – mit Lösungen bis in die Werke der Hersteller hinein. Doch die Güterbahn hat schon lange reagiert. Um ihre Systeme effizient und flexibel gestalten zu können und gleichzeitig eine hohe Qualität auch bei Störfällen zu garantieren, bietet DB Cargo intermodale Netzwerklösungen. Dabei agiert die Bahn im Sinne eines Lead Logistics Providers und bietet alle notwendigen Logistikdienstleistungen aus einer Hand. Gleichzeitig hat sie ihr europäisches Netzwerk ausgebaut und ist auf vielen Korridoren mit dem Vertrauen der Kunden gewachsen.

Wir sind als einer der wesentlichen Logistikdienstleister gefordert, den Transformationsprozess der Automobilindustrie durch umweltgerechte Logistiklösungen mitzugestalten, sagt Jens Nöldner, CEO von DB Cargo Logistics GmbH.

Da ist beispielsweise der Innovationstreiber E-Mobilität. Nach An-gaben des VDA wollen allein die deutschen Hersteller in den kommenden zwei Jahren ihr Angebot von 30 auf mehr als 100 Modelle mit Elektroantrieb erhöhen. Neue Antriebe und Fahrzeugkonzepte aber können zu neuen Nachschubwegen führen. Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung sorgen dafür, dass immer mehr Abläufe automatisiert werden. 
Gleichzeitig führen Automatisierung und Elektrifizierung der Antriebe vermutlich nicht zur Reduktion von Bauteilen – und damit von Transportgut –, sondern eher zu mehr Komponenten: vor allem elektronische Bauteile wie Sensoren. 

Innovationen im partnerschaftlichen Geist

„Um auf solche Trends reagieren zu können, brauchen wir neue Ideen, mehr Innovationen und eine hohe Investitionsfähigkeit“, sagt Nöldner. Die DB Cargo-Gruppe will deshalb in großem Umfang investieren. Bei der Automobillogistik stehen IT-Plattformen im Fokus, die die Steuerung der komplexen Systeme sowie die operative Planung und Disposition durch selbstlernende Algorithmen verbessern. Modernes Equipment, Fahrzeug-Compounds und Logistikcenter gehören ebenfalls dazu. 

Solche Lösungen kann jedoch kein Logistiker allein entwickeln. „Für uns ist der permanente Austausch mit unseren Kunden von immanenter Bedeutung“, sagt Nöldner. Strategische und partnerschaftliche kommerzielle Regelungen seien notwendig, um Innovationen und Investitionen wirtschaftlich abbilden zu können. 

Allerdings weiß Nöldner, dass dabei auch DB Cargo liefern muss: „Wenn wir von einer Partnerschaft mit unseren Kunden sprechen, dann sind wir uns dessen bewusst, dass wir eine klare Verantwortung haben“, so der Logistiker.  „Wir müssen vor allem mit unseren Leistungen, neuen Ideen und effizienten Konzepten überzeugen.“