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Italiens Schrottspot Nr. 1

Im italienischen Terni liegt eines der wichtigsten Edelstahlwerke Europas. Für Nachschub sorgt DB Cargo – mit Schrott aus Deutschland.

Die Thyssenkrupp-Tochter Acciai Speciali Terni S.p.A. (AST) zählt mit mehr als 130 Jahren Erfahrung zu den wichtigsten europäischen Standorten für integrierte Hüttenwerke. Im Kerngeschäft stellt das Unternehmen mit Sitz im italienischen Terni rostfreien Flachstahl her – pro Jahr circa eine Mio. Tonnen. „AST ist damit Marktführer in Italien und zudem einer der vier größten Produzenten überhaupt in Europa“, so Massimiliano Caglio, Sales Manager bei DB Cargo Italia Services Srl.

Viermal pro Woche Schrott aus Deutschland
Neben flachgewalzten Produkten produziert das Unternehmen mit dem als „Tubificio“ bezeichneten Geschäftsbereich elektrogeschweißte Edelstahlrohre für den europäischen Markt. Darüber hinaus liefert AST mit der Geschäftssparte „Fucine“ gigantische Edelstahlschmiedeteile, die zu den größten der Welt gehören. „DB Cargo ist dabei ein wichtiger Partner bei der Versorgung mit Rohstoffen. Viermal pro Woche liefern wir 3.400 Tonnen Schrott aus München und Karlsruhe ins Werk nach Terni“, erklärt Massimiliano Caglio.

Effizienter Einsatz vorhandener DB-Wagen
Dass es nun zu einer erweiterten Kooperation mit DB Cargo bei Verkehren zum Export von Fertigerzeugnissen wie Coils aus dem Werk Terni Richtung Deutschland gekommen ist, liegt vor allem daran, dass sich AST in den vergangenen Monaten wirtschaftlich stark entwickelt hat. Massimiliano Caglio: „Ausschlaggebend für den Auftragseingang war insbesondere der effiziente Einsatz der in Italien bereits vorhandenen DB- Wagen.“ Dank des Potenzials des Einzelwagennetzes von DB Cargo Italia und der Rangierarbeiten im Hub von Brescia Scalo werden die leeren Shimmns-Waggons für den Coiltransport (circa 30 Wagen / Woche) in Brescia Scalo gesammelt und anschließend an die aus dem Norden kommenden Schrottzüge gekoppelt. 

Projekt „Taxi Train“ voller Erfolg
„Mit DBscrap-solution bieten wir unseren Händlern und Kunden die Möglichkeit, Wagenumläufe zu beschleunigen, Stoßzeiten zu minimieren und die Planungssicherheit zu erhöhen.“
In Terni kümmert sich AST um die Entladung des eingehenden Schrottes und die anschließende Beladung der ausgehenden Coils auf die Shimmns- Wagen. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Wagen wieder an DB Cargo Italia übergeben, um weiter nach Deutschland zu fahren. Damit findet eine sinnvolle Verknüpfung der Verkehrsströme in beiden Laufrichtungen statt. „Die leeren Wagen für den Schrotttransport kehren zurück nach München und Karlsruhe, wo sie erneut mit Rohmaterial beladen werden, während die mit Stahlcoils geladenen Shimmns-Wagen in das auf den Umschlag und die Lagerung von Stahl spezialisierte Logistikterminal Hagen fahren“, erklärt Massimiliano Caglio den Rundlauf

Das Terminalmanagement kümmert sich anschließend um die Distribution der Fertigprodukte und liefert sie an bis zu 19 verschiedene Endkunden in der Region sowie ins benachbarte Ausland. Das Projekt wurde unter dem Namen „Taxi Train“ von einem Team bei AST in Terni sowie einem Team bei DB Cargo Italia Services in Novate Milanese entwickelt. Massimiliano Caglio: „Mit der Zulaufsteuerung koordinieren wir den Versand von Schrott zwischen Schrottlieferanten und Stahlwerken, damit stets die richtige Schrottsorte in der richtigen Menge zur richtigen Zeit ausgeliefert wird – und unserem Kunden AST nie der Schrott ausgeht.“