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DB und China Railways vertiefen Zusammenarbeit

Bahnchef Dr. Richard Lutz und CR-Präsident Dongfu Lu unterzeichnen Kooperationsvereinbarung zu Chinazügen und Kooperation bei Technologieaustausch.

Die Deutsche Bahn (DB) und China Railways (CR) werden ihre Zusammenarbeit auf mehreren Gebieten verstärken. Das haben gestern in Berlin der DB-Vorstandsvorsitzende Dr. Richard Lutz und der Präsident der China Railways, Dongfu Lu, im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung verabredet.

DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Lutz: „Wir können eine erfolgreiche Zusammenarbeit bilanzieren. Ein gutes Beispiel dafür ist die Entwicklung der Transporte über die eurasische Landbrücke. Für 2018 erwarten wir  90.000 Container auf unseren Chinazügen. Aktuell haben wir verabredet, den bilateralen Austausch auch auf die neuen, innovativen Technologien für die Eisenbahn auszuweiten. Davon werden beide Unternehmen profitieren.“

Die beiden Unternehmen kooperieren seit vielen Jahren. Bereits im Frühjahr 2016 wurden dabei drei Felder in den Vordergrund gestellt: der Ausbau des Schienengüterverkehrs zwischen China und Deutschland, Beratungsleistungen der DB für die CR bei der Instandhaltung der Hochgeschwindigkeitszüge sowie die Unterstützung bei Infrastrukturprojekten der Chinesen in Drittländern. Seitens der DB sind die Geschäftsbereiche DB Cargo und DB Engineering&Consulting mit ihrem Ingenieurs-Know-how aktiv.

Die Zusammenarbeit bei den „China-Zügen“ startete 2008, als der erste Zug auf die mit 10.000 Kilometern längste Eisenbahnverbindung der Welt geschickt wurde. 2016 rollten 30.000 Container pro Jahr, 2017 bereits rund 80.000. Angepeilt sind zunächst 100.000 Container.

Ein weiteres Feld der Kooperation ist der Hochgeschwindigkeitsverkehr. Die CR betreibt ein rund 16.000 Kilometer langes HGV-Netz mit einer Flotte von 1.200 Zügen. Hier will die DB bei der Wartung und Instandhaltung unterstützen. Gleichzeitig kann die DB von den Erfahrungen aus den extrem hohen Laufleistungen der chinesischen Hochgeschwindigkeitszüge lernen und Rückschlüsse für die Instandhaltung der DB-Flotte ziehen. Auch bei der Seidenstraßen-Initiative „One Belt – One Road“ wollen CR und DB  bei der Entwicklung von Infrastruktur-Projekten zusammenarbeiten. Die DB bringt hier  ihr Expertenwissen ein. In ihre eigene Verkehrsinfrastruktur will die Volksrepublik in den nächsten Jahren über 300 Milliarden Euro investieren.

Die DB ist seit 1966 in China aktiv. Beim Bau der Metro Shanghai und des Transrapid hat die DB mitgewirkt, dazu auch bei der Entwicklung des Hochgeschwindigkeitsnetzes. DB Schenker beschäftigt über 5.000 Mitarbeiter in dem Land. Seit 2015 unterhält die DB auch ein Einkaufsbüro in Shanghai.