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DB Cargo-Ungarn-Mitarbeiter

Ungarn: Das Tor nach Südeuropa

DB Cargo verfügt als größte Güterbahn Europas über ein einzigartiges Netzwerk aus 16 Landesgesellschaften, die wir Ihnen an dieser Stelle in loser Reihenfolge vorstellen. Heute: DB Cargo Hungária Kft. (DBCHU) im ungarischen Győr.

Der Ursprung der ungarischen Landesgesellschaft ist die ehemalige Werksbahn für Audi, die DB Cargo im Jahr 2001 in Győr gründete, um Rangierleistungen in der örtlichen Fabrik des Autobauers zu übernehmen. Dort wurden zunächst nur Motoren gebaut, später auch komplette Fahrzeuge wie der TT, der A3, und neuerdings der Q3.

2011 bekam die Gesellschaft ihre Eisenbahnlizenz und bietet seitdem auch erfolgreich Transportleistungen an, mit steigendem Anteil im internationalen Verkehr. Mit ihrer zentralen Lage in Südosteuropa ist die DBCHU heute ein wichtiger Baustein im europäischen Netzwerk von DB Cargo. Hauptumsatzbringer mit rund 50 Prozent ist aber weiterhin das Rangiergeschäft. Neben Audi gehören Mercedes-Benz in Kecskemét und weitere Unternehmen und Branchen an insgesamt vier Standorten zu den Kunden, die Werksrangierleistungen von DB Cargo Hungária in Anspruch nehmen.

Mittlerweile verfügt die Güterbahn über 25 Loks zur Traktion und für Rangierarbeiten. Mit rund 200 Mitarbeitern erwirtschaftete die Landesgesellschaft  2017 einen Umsatz von 11,8 Millionen Euro und produzierte 155 Millionen Tonnenkilometer.

Neuer Chef aus Deutschland

Erster nicht ungarisch sprechender Chef der DBCHU ist seit Mai 2018 der 42-jährige, promovierte Mainzer Diplom-Kaufmann Jan Busch. Busch ist bereits seit 2007 bei DB Cargo – seit 2011 in leitenden Positionen. Nun trägt er die operative und Ergebnisverantwortung für Ungarn und arbeitet gleichzeitig daran, die Entwicklung von DB Cargo im südosteuropäischen Korridor voranzutreiben.

Busch schätzt die Übersichtlichkeit der DBCHU: „Man ist den Kunden und den Kollegen näher, jeder kennt jeden. Auch ist man mehr mit konkreten Umsetzungen befasst und lernt dadurch die Herausforderungen viel besser kennen. Und Sprachbarrieren lösen wir pragmatisch indem wir einfach Google oder Umschreibungen nutzen.“ Trotzdem lernt Busch natürlich mit Hochdruck das nicht so einfache Ungarisch. Sein Fokus für die Landesgesellschaft liegt darauf, den langfristigen Wachstumskurs fortzusetzen und das Angebot entsprechend der Kundenwünsche weiter auszubauen.

Die Herausforderungen sind dabei in Ungarn die gleichen, wie anderswo in Europa auch: Die DBCHU sucht qualifizierte Mitarbeiter, vor allem Lokführer und Rangierer, und muss gleichzeitig die gestiegenen Kosten für Energie, Personal und Dienstleistungen im Auge behalten – damit das Unternehmen profitabel und die Kunden zufrieden bleiben.