DB Logo
zurück zur Übersicht

Railways News 02-2017

Technologiekooperation

DB Cargo und Toshiba vereinbaren Zusammenarbeit bei Güterloks.

DB Cargo arbeitet mit dem Technologiekonzern Toshiba enger zusammen. Die Güterbahn will gemeinsam mit dem japanischen Unternehmen den Einsatz von Hybridtechnik bei Güterloks testen. Dabei geht es anfangs um eine Machbarkeitsstudie für die gemeinsame Entwicklung und später um den Erwerb von 100 neuen Hybrid-Lokomotiven durch DB Cargo.

Bei der Hybridtechnik werden die Lokomotiven mit einem Diesel-Motor und einem leistungsstarken Elektroantrieb ausgerüstet. Dieser Hybridbetrieb führt im Vergleich zum klassischen Verbrennungsmotor zu weniger Kraftstoffverbrauch und Emissionen. Gleichzeitig senkt er die Instandhaltungskosten und erhöht die durchschnittliche Flottenverfügbarkeit. Heute schon werden Hybridloks verschiedener Hersteller in einigen europäischen Ländern eingesetzt.

DB Cargo will die Hybridfahrzeuge als Nahbereichs-Lokomotiven nutzen, erste Testfahrzeuge stehen voraussichtlich Ende 2019 zur Verfügung.

Effiziente Kapazitätensteuerung

Gleichzeitig arbeitet DB Cargo mit Toshiba an anderer Stelle zusammen: Toshiba ist Mitglied eines Konsortiums unter Führung des Münchner Lokvermieters Railpool. Das Konsortium kauft ältere DB Cargo-Lokomotiven, überführt sie in einen Fahrzeugpark und bietet sie anschließend zur Miete an. Der Fuhrpark umfasst 200 Lokomotiven der Baureihen 151 und 155. So kann DB Cargo Loks je nach Auftragslage effizienter anmieten.

„Ziel ist es, gemeinsam mit Toshiba den Lieferantenmarkt für Güterverkehrslokomotiven und Komponenten weiterzuentwickeln. DB Cargo erhält Zugang zu Zukunftstechnologien, die auf dem hiesigen Markt derzeit in der Form nicht verfügbar sind. Im Gegenzug unterstützen wir als größte europäische Güterbahn Toshiba beim Markteintritt – eine klassische Win-Win-Situation“, so Jürgen Wilder, Vorstandsvorsitzender von DB Cargo.

Damit hat die Güterbahn auch erstmalig im Feld des Fahrzeugmanagements einen Markt für Gebrauchsloks geschaffen, der es ermöglicht, kurzfristig und flexibel Lokkapazitäten anzumieten. Die Instandhaltung dieser Fahrzeuge liegt weiterhin bei der Deutschen Bahn.

Mit einem Durchschnittsalter von 40 Jahren hat die Rangierlokflotte von DB Cargo ihre maximale Nutzungsdauer bald erreicht. DB Cargo setzte daher schon frühzeitig auf innovative Hybridtechnologien, um den Ersatzbedarf zu decken und zudem frühzeitig eigene Kompetenzen in Instandhaltung und Wartung aufzubauen.