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Railways News 12-2017

ECR setzt Korridor-Strukturen um

In Frankreich bündelt die Güterbahn ihre Kräfte – für mehr Kundenservice und eine höhere Qualität

Die Euro Cargo Rail (ECR), die französische Landesgesellschaft von DB Cargo, hat ihre Umstrukturierung abgeschlossen. Damit hat die Güterbahn ihre operationellen Funktionen neu gruppiert, Prozesse gestrafft und die interne Kommunikation verbessert. Ziel der Umstrukturierung ist, die Servicequalität für die Kunden zu verbessern und die Kommunikation im Unternehmen einfacher und effizienter zu gestalten. „Ich bin sehr stolz auf die Arbeit, die wir in den vergangenen anderthalb Jahren geleistet haben. Damit können wir bei Service und Qualität unserer Leistungen ein neues Kapitel aufschlagen“, sagt ECR-CEO Gottfried Eymer.

ECR France

Die Bahn beschreitet mit dieser Umstrukturierung neue Wege. So konzentriert sich ECR künftig auf Korridore, die alle Verkehre und Ressourcen bündeln. Drei Korridore hat ECR festgelegt: Nord, Mediterranée und Atlantique. Während der Nord-Korridor vor allem die Verkehre in Nordfrankreich, Belgien und Großbritannien betrifft, ist der Mediterranée-Korridor für die Züge in Südostfrankreich zuständig, aber auch für die Anbindung von Italien ans Mittelmeer und nach Spanien, vor allem zu dem bedeutsamen Hafen Barcelona. Der Atlantique-Korridor wiederum verläuft von Saarbrücken über Paris und Bordeaux bis zur Atlantikküste, er verbindet Deutschland, Frankreich und Spanien miteinander.

Neue personelle Funktionen

Die Mitarbeiter, die dem jeweiligen Korridor zugeordnet sind, arbeiten sowohl am Pariser ECR-Sitz als auch in den Einsatzstellen vor Ort. Sie sind nun für die Züge verantwortlich, die überwiegend in ihrem Korridor fahren. Sie kümmern sich jedoch nicht nur um Produktion, sondern künftig auch um den Kundenservice, indem sie Kunden und Partnern entsprechende Informationen zukommen lassen.

Durch interne Umstrukturierungen will ECR zudem Züge einfacher und effizienter planen und produzieren als bisher. Dafür werden am Pariser Sitz des Unternehmens neue Funktionen geschaffen, um Planung und Produktion besser miteinander zu verzahnen. Während bisher bis zu neun unterschiedliche Einheiten mit Disposition und Zugsteuerung befasst war, werden es künftig nur noch zwei sein. „Durch diese Umstrukturierung verfügen die Mitarbeiter im Kundenservice schneller über die relevanten Informationen aus der Produktion, um rasch reagieren zu können“, sagt Eymer. „Das hilft natürlich, um direkt die Qualität unserer Services für unsere Kunden zu verbessern.“ (an)