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Railways News 12-2017

Faszination Einzelwagenverkehr

Am Rangierbahnhof München Nord werfen Kunden einen Blick hinter die Kulissen von DB Cargo

Das Einzelwagennetzwerk ist das Rückgrat des Transportangebots von DB Cargo. Rund 70 Prozent der DB Cargo-Züge fahren heute im Einzelwagenverkehr.

Dafür betreibt DB Cargo ein leistungsfähiges Netzwerk  aus Zugbildungsbahnhöfen, Knotenpunkten und den Güterverkehrsstellen. Allerdings ist die Komplexität des Systems für Außenstehende häufig nicht durchschaubar. Daher lädt DB Cargo gelegentlich Kunden ein, einen Blick hinter die Kulissen des aufwändigen Systems zu werfen. So haben sie die Möglichkeit zu verstehen, wie die einzelnen Prozessschritte ihrer Transporte ineinandergreifen. 

Rangierbahnhof München

Zur Kundenveranstaltung „Ein Blick hinter die Kulissen des Einzelwagennetzwerks“ am Rangierbahnhof München Nord hatte der Regionalvertrieb München im Oktober 2017 Kunden eingeladen. Zwölf Vertreter von sechs Kunden schwerpunktmäßig aus der Chemie- und Mineralölbranche in der Region München folgten der Einladung. „Mit dieser Initiative wollten wir die Einzelwagenproduktion für den Kunden verständlicher machen und unsere Arbeitsweise transparent darstellen“, sagte Marion Duldner vom Regionalvertrieb München. „Dazu haben wir Kunden vor Ort, ins Herz der Produktion geführt. Viele Verkehre unserer Kunden werden über München Nord abgewickelt.“ 

Ein faszinierendes Transportsystem

Bei einer Führung über den Bahnhof lernte die Gruppe die Abläufe zwischen Ein- und Ausfahrgruppe kennen. Über den Ablaufberg werden Wagen aus den Eingangszügen aufgelöst, in die einzelnen Richtungsgleise sortiert und zu neuen Ausgangszügen zusammengestellt. Zu schnell laufende Waggons werden durch  Berg, Tal- und Gleisbremsen  verlangsamt. Zu langsam ablaufende Wagen werden durch eine Räum- und Beidrückförderanlage in das Richtungsgleis gezogen.

Heiko Ruhfaut, stellvertretender Leiter des Rangierbahnhofs München Nord, gab außerdem einen Überblick über die Anlage. Derzeit verfügt sie über eine Kapazität von 3.000 Wagen am Tag, bis zum Jahr 2020 soll sie umfassend modernisiert und automatisiert werden. Im Einzelwagenverkehr der Zukunft erfolgt dann zum Beispiel das Sortieren der Wagen über den Ablaufberg komplett computergesteuert.

Der Regionalvertrieb will die Veranstaltung möglicherweise im Jahr 2018 wiederholen. „Wir sind sehr zufrieden gewesen mit dem Feedback unserer Kunden“, sagt Marion Duldner.