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Das Tor nach Europa

Der Hafen von Antwerpen wächst und verbessert seine Hinterlandsanbindungen auf der Schiene.

Der Hafen Antwerpen erzielte 2016 vier Prozent Umsatzwachstum

Der Hafen Antwerpen wächst und wächst. Um den Ansturm an Waren nachhaltig zu
bewältigen, möchte er seine Hinterlandanbindungen auf der Schiene verbessern.
Sein Partner: DB Cargo. Der europäische Marktführer DB Cargo steuert bereits zahlreiche Züge von und nach Antwerpen: sowohl Direktverbindungen, unter anderem im Rahmen des Joint Ventures COBRA als auch Netzwerkverkehre über sein nahegelegenes niederländisches Eisenbahnhub Kijfhoek.

An den Antwerpener Terminals wurden im Jahr 2016 fast 70 Millionen Tonnen Öl und Chemikalien umgeschlagen - der Hafen verfügt über den zweitgrößten Chemieindustriepark der Welt, nach Houston im US-Bundesstaat Texas. Im Sommer 2016 wurde die Kieldrechtschleuse in Betrieb genommen, die größte Dockschleuse der Welt.

Gemessen an seiner Ausdehnung ist er bereits der größte Hafen der Welt: Der
Port of Antwerp umfasst eine Fläche von mehr als 12.000 Hektar – ein Fünftel mehr
als Rotterdam. Einer der großen Vorteile von Antwerpen ist seine Lage: In einem Radius von 500 Kilometern sind 60 Prozent der Kaufkraft der Europäischen Union vereint, unter anderem die des Ruhrgebiets bis Köln, mit etwa zehn Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Region Deutschlands.

Der Hafen mit seinen 1.650 Mitarbeitern verfügt nicht nur über ein vorbildliches Netzwerk auf See, sondern baut auch seine Anbindung an das europäische Festland massiv aus. Beim Ausbau seiner Hafenhinterlandverkehre legt Antwerpen einen Schwerpunkt auf die Schiene, um für die zukünftige Mengenentwicklung und den Wettstreit mit anderen Häfen gerüstet zu sein.

Von Antwerpen nach ganz Europa mit dem DBantwerp- rhineshuttle

Seit Februar 2017 bietet DB Cargo von und nach Antwerpen ein Korridorprodukt mit
schnellen Laufzeiten an: DBantwerp- rhineshuttle nennt DB Cargo seine werktägliche
Verbindung auf dem Korridor Antwerpen–Ruhrgebiet–Mannheim. Dr. Jürgen Wilder,
CEO von DB Cargo: „So können wir die großen Industriezentren Antwerpen und
Rhein–Ruhr sowie Rhein–Neckar verknüpfen und schnell an das europäische Netzwerk
von DB Cargo anbinden, vor allem nach Süddeutschland, Italien, Österreich, Frankreich,
Spanien und Südosteuropa. Damit kommen wir unseren Kunden aus verschiedenen
Branchen entgegen, für die ein solches Korridorprodukt unabdingbar ist.“

Schnelle Laufzeiten - Hohe Flexibilität

Die Verbesserungen werden maßgeblich mithilfe von Fahrplanoptimierungen und
betrieblichen Anpassungen, die einen reibungslosen und schnellen Übergang in die
Regionen Rhein-Neckar und Rhein-Ruhr sicherstellen sowie durch das starke DB
Cargo-Netzwerk, welches eine regelmäßige, sehr dichte Taktung der Züge ermöglicht,
realisiert. Aus Sicht von DB Cargo bieten die hochfrequente Anbindung und Reichweite
über definierte Zielregionen hinaus entscheidende Vorteile für die Produktattraktivität vor dem Hintergrund steigender Flexibilitätsanforderungen des Marktes.

Das Shuttle – wie alle DB Cargo-Produkte – besitzt zudem den Vorteil emissionsärmerer
und somit deutlich umweltfreundlicherer Transporte im Vergleich zum reinen Straßentransport. Eine nachhaltige Lieferkette spielt für immer mehr Kunden eine wichtige Rolle. Optionale Services beinhalten unter anderem Wagenmanagement, Reparaturservice sowie Statusreports der Transporte.

Die Betreuung erfolgt durch ein zentrales Kundenmanagement. In den kommenden Monaten will DB Cargo das Produkt weiterentwickeln. „Durch Anpassungen im Verlauf des Jahres wollen wir unseren Service ins Ruhrgebiet und in die Neckarregion noch attraktiver gestalten“, sagt Felix Brückmann, Produktmanager bei DB Cargo und zuständig für den DBantwerp-rhine-shuttle. Außerdem sollen zusätzliche Terminals angebunden werden.