KV 4.0 – Digital, transparent, zuverlässig

Ein großer Schritt für das Konsortium aus elf Projektpartnern unter der Leitung von Kombiverkehr und Beteiligung von DB Cargo – ein Riesenschritt für die Transparenz in der gesamten Supply Chain der Kunden!

Transportbegleitende Statusinformationen sind für alle Akteure im Kombinierten Verkehr unerlässlich. Zu wissen, wo sich die Ware gerade befindet und wann sie voraussichtlich eintrifft, ist entscheidend für die Ressourcenplanung und Dispositionsentscheidungen. Bisher war der Straßenverkehr dem Schienengüterverkehr um eine Lkw-Länge voraus. Denn: Es fehlte eine zentrale Datendrehscheibe. „Nach gut drei Jahren intensiver Zusammenarbeit haben wir aber jetzt einen wichtigen Meilenstein im Bereich der Digitalisierung des Kombinierten Verkehrs erreicht: Mit dem KV 4.0 Datenhub schaffen wir die Datensilos der einzelnen Akteure im Kombinierten Verkehr ab. Wir erleichtern jetzt den Austausch von verkehrsträgerübergreifenden Statusinformationen und erhöhen dadurch die Transparenz signifikant“, sagt Sylke Hußmann, Leiterin Intermodal Carrier Sales, DB Cargo AG.

Start mit Minimal Viable Product

Christoph Renschler, Project Manager KV 4.0, DB Cargo AG, ergänzt: „Wir starten jetzt mit einem MVP, einem Minimal Viable Product. DB Cargo ist bereits jetzt produktiv hieran angebunden und versorgt so seine beiden größten Kunden Kombiverkehr und Hupac mit Statusinformationen zu deren Zügen mit Daten aus link2rail. Im Laufe des Jahres werden neben den reinen Statusinformationen auch die für die Kunden besonders wichtigen Störungs- und ETA-Informationen von DB Cargo folgen“.

Das MVP kann darüber hinaus für die Projektmitglieder mit seiner Benutzeroberfläche bereits jetzt als effizientes Tool zur Pflege von Stammdaten wie Kontakt- und Kommunikationsdaten von Terminals verwendet werden. Zudem werden die Nutzerberechtigungen über die Weboberfläche vergeben und gesteuert. Fahrplandaten werden über standardisierte Schnittstellenlösungen in die Datendrehscheibe eingebracht. Die Daten der intermodalen Transportkette können über die angeschlossenen Nutzer in die eigenen IT-Systeme übertragen werden.

Im Laufe des Jahres wird das MVP dann in den Produktivbetrieb überführt, an den sich zunächst alle Projektpartner (Kombiverkehr, Hupac, Kombiterminal Ludwigshafen, SBB Cargo Deutschland, Lokomotion, Hoyer, Paneuropa, Bertschi) anschließen. Parallel hierzu wird eine Gesellschaft gegründet, die den KV 4.0 Datenhub zukünftig betreibt. Diese wird sich auch um die Anbindung neuer Partner kümmern – zum zukünftigen Kundenkreis der neuen Gesellschaft gehören sämtliche Akteure der intermodalen Transportkette, angefangen bei Spediteuren und Terminals bis hin zu Eisenbahnverkehrsunternehmen und Operateuren. Aktuell laufen hier erste Gespräche mit dem Port of Rotterdam.

DB Cargo ist im Bereich von Plattformstrategien auch mit dem TradeLense-Konsortium im Gespräch. Die 2018 von Maersk und IBM gegründete Plattform TradeLense hat mittlerweile weltweit über 160 Mitglieder. Dazu gehören unter anderem Häfen, Logistik- und Finanzdienstleister. Sogar die ukrainischen Zollbehörden testen die Software. Auch mit IBM sollen die Möglichkeiten, den KV 4.0 Datenhub mit der TradeLens-Plattform zu verbinden, ausgelotet werden, um so die Transparenz und den Kundennutzen zu maximieren.

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Christoph Renschler

Project Manager KV 4.0