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"Politisches Interesse am Schienengüterverkehr"

Landesverkehrsminister Hermann zu Besuch in Kornwestheim.

Auf Einladung der DB AG und DB Cargo AG – vorbereitet und begleitet von Produktion und Regionalvertrieb - nahm sich Landesverkehrsminister Winfried Hermann am 25. Januar 2018 einen Tag Zeit, um mehr über die aktuelle Situation des Schienengüterverkehrs und zum Bahn-Hot-Spot Kornwestheim zu erfahren. Der Standort Kornwestheim bietet einen idealen Überblick über die Bahnlandschaft, vereint er doch einen Rangierbahnhof, einen Railport sowie ein KV-Terminal (Terminal für Kombinierten Verkehr). Auch deshalb war es Minister Hermann wichtig, sich alles genau anzusehen und erklären zu lassen. Gleich zu Beginn – und bevor die Anlagen live erlebt wurden - erläuterten Standortleiter Robert Prager und Thomas Wößner, Leiter Planung und Durchführung Nahbereich CMR West, dem Baden-Württembergischen Verkehrsminister die gesamte Anlage im Übersichtsplan. 


Landesverkehrsminister Hermann zu Besuch in Kornwestheim

Eindrucksvolle Rundtour

Standesgemäß „erfuhr“ Minister Hermann einen Teil der Anlagen mit der Rangierlok und bekam so den besten Blick auf die Anlage und den Betrieb. Der Betrieb des Ablaufbergs wurde zudem detailliert beim Besuch des Stellwerks beschrieben. Nächste Station war der Railport Kornwestheim, an welchem schwerpunktmäßig Sendungen für die Stahlindustrie (meist ohne Gleisanschluss) verarbeitet werden. Den Abschluss der Rundtour bildete dann das KV Terminal der DUSS, in welchem eindrucksvoll moderne Container-Logistik präsentiert wurde. Gestärkt mit diesen Eindrücken aus der Praxis stellte sich Verkehrsminister Hermann am Abend der Podiumsdiskussion zum Thema „Schienengüterverkehr – wo geht der Weg hin?“. Eingeladen hatten Sven Hantel, Konzernbevollmächtigter Deutsche Bahn AG für Baden-Württemberg, und die Stadt Kornwestheim, Oberbürgermeisterin Ursula Keck übernahm die Moderation.

Nach ersten Schlaglichtern zum Schienengüterverkehr von Kai Maaß (DB Cargo, Leiter Regional Sales Deutschland), nahmen Minister Hermann, Frau Dr. Schelling (Verband Region Stuttgart), Herr Große-Vehne (GV Consulting) und Herr Penner (DB Cargo, Leiter Cargo Management Region West) auf dem roten Sofa Platz. Es wurde unter Moderation von Frau Keck angeregt über Themen wie Vernetzung der Verkehrsträger, Erhalt von Logistikflächen, Automatisierung auf Straße und Schiene und vielem mehr diskutiert. Zwei für die Schiene wichtige Akzente setzte Minister Hermann, in dem er zum einen die Bevölkerung um breite Bereitschaft und Akzeptanz zur Schiene aufforderte („…wir können nicht jederzeit alle Waren schnellstmöglich verfügbar haben wollen, aber Logistik und Verkehr verdammen…“). Zum anderen forderte er schnellere Entscheidungen und Maßnahmen, um dem Schienengüterverkehr zum Modal-Split-Wachstum zu verhelfen.

Letztendlich kamen auch viele Beiträge aus dem Publikum, angefangen vom Wunsch nach mehr Ressourcen, den Verweis auf das Bahnland Schweiz (und der Bitte es auch so zu tun) bis hin zu weiteren klaren Forderungen an Politik und Bahn. Als Fazit dürfen wir festhalten, dass der Austausch aller Akteure im Schienengüterverkehr weiterhin von essentieller Bedeutung und gewünscht ist. Weitere Veranstaltungen in diesem Format und hochkarätiger Besetzung werden auch in anderen Regionen folgen.