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Güterwagen an Kunden: Ich bin jetzt da

DB Cargo treibt die Digitalisierung seiner Güterwagenflotte mit Hochdruck voran: In Seelze bei Hannover wurde Ende August Wagen Nr. 34.000 mit modernster Telematik und intelligenter Sensorik ausgerüstet.

Marek Staszek, Produktionsvorstand DB Cargo, und Dr. Jürgen Harland, Leiter Logistik und SCM bei der Salzgitter Flachstahl GmbH, legten für die Halbzeit des Projekts „Wagon Intelligence“ persönlich Hand in der Werkstatt an. „Die intelligenten Güterwagen machen den Schienengüterverkehr moderner und zukunftsfähig. Unsere Kunden profitieren von besser steuerbaren Logistikketten, einer höheren Transportqualität und planbaren Ankunftszeiten. Damit wollen wir dauerhaft mehr Verkehr auf die umweltfreundliche Güterbahn verlagern und unseren Beitrag zur ‚Starken Schiene‘ in Deutschland und Europa leisten“, sagte Marek Staszek.


Mithilfe eines Telematikmoduls, GPS sowie RFID- und NFC-Tags werden die analogen Güterwagen in die voll vernetze digitale Welt überführt. Über Mobilfunk sendet der ausgerüstete Wagen Signale während der Fahrt und bei Ereignissen wie Start, Stopp oder Stößen. Daraus können verwertbare Informationen zum Beladungszustand, der Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Bewegung bei sensiblen Ladegütern ermittelt werden.

Bis 2020 wird die komplette Flotte von rund 68.000 Wagen in Deutschland digital unterwegs sein. Dafür investiert Europas größte Güterbahn insgesamt einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Die Ausrüstung mit GPS und Sensorik verschafft den Kunden von DB Cargo viele Vorteile. Beispielsweise sollen über die „Track & Trace“-Funktionalität von link2rail, der zentralen Kundenplattform für alle digitalen Services von DB Cargo, die Daten künftig zur Verfügung stehen.

„Die Salzgitter Flachstahl GmbH ist in einem hohen Maße in ihrer Wertschöpfungskette auf effiziente Logistikabläufe angewiesen. Die Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse mit dem Fokus auf Vernetzung, Echtzeitfähigkeit sowie Qualitäts- und Serviceorientierung wird dabei immer wichtiger. Mit dem ‚Intelligenten Güterwagen‘ gelingt hier endlich der digitale Lückenschluss auf der Schiene. Prognosen und Annahmen werden aufgrund der neu gewonnenen Daten angereichert und verbessert, weil sie nicht nur Informationen zur Sendung, sondern überdies auch zur Qualität liefern“, sagte Dr. Jürgen Harland.