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Flaschenhals beseitigt

Zu kurze Gleise in einem Grenzbahnhof in Südfrankreich beschränkten bisher die Länge von Güterzügen aus Spanien in Richtung Großbritannien. Die spanische DB Cargo-Beteiligung Transfesa hat nun eine Lösung gefunden – mit einem cleveren Rangiermanöver können die Züge nun um 90 Meter länger werden.

Güterzüge von Valencia nach England hatten bis vor kurzem eine maximale Länge von 660 Metern – Wagen und Lok zusammengerechnet. Grund war eine historische Beschränkung im französischen Cerbère, aufgrund der Länge der dortigen Gleise. In Cerbère lässt Transfesa, ein Gemeinschaftsunternehmen von DB Cargo und der spanischen Staatsbahn Renfe, die Güterwagen von der spanischen Breit- auf die europäische Normalspur umachsen. Dazu werden die Wagen in einer Halle angehoben und die Achsen samt Rädern ausgetauscht, was aufgrund der eingespielten Prozesse jeweils nur wenige Minuten dauert.

Das Transfesa-Vorhaben mit dem Titel „Optimierung des multimodalen Verkehrs UK“ leitete Projekt-Manager Pablo García. Er beriet unter Federführung der Euro Cargo Rail (ECR), der fränzösischen Landesgesellschaft von DB Cargo, wie die längeren Züge für den französischen Part realisiert werden könnten. Die Lösung: „Wir fahren ein besonderes Rangiermanöver, bei dem - einfach ausgedrückt - die Lok zuerst die zusätzlichen Wagen abholt und dann den langen Zug ankoppelt, der auf einem Nebengleis steht“, erklärt Pablo García. Transfesa hat es so geschafft, den Flaschenhals zu beseitigen. Damit können auch auf dem französischen Teil dieser Strecke nun Züge mit einer Gesamtlänge von 750 Metern fahren.

Für die Züge bedeutet dies eine Erhöhung der Kapazität um 14 Prozent durch zusätzliche Tragwagen für einen bzw. zwei Container – verbunden mit entsprechenden Energieeinsparungen.