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RSC Terminal Rotterdam feiert Jubiläum

Seit 25 Jahren werden am Rail Service Center Rotterdam Container intermodal umgeladen. Zeit für eine kleine Feier.

An der Ostseite des Rotterdamer Hafens, dem mit Abstand größten Tiefwasserhafen Europas, kümmert sich das RSC seit 1994 darum, intermodale Züge mit Ursprung und Ziel in ganz Europa zu be- und entladen. Knapp 100 Gäste würdigten dies am 17. Oktober in einer Feierstunde im Rotterdamer De Kuip.

Rail Service Center Rotterdam Container Feier Jubiläum

Aufsichtsratschef Wim Visser und Managing Director Edward Koudijzer erinnerten dabei an die Anfänge des Terminals. Den – wortwörtlichen – Startschuss hatte 1994 die niederländische Transportministerin Annemarie Jorritsma gegeben, indem sie eine Kanone abfeuerte. Für die intermodale Logistik in Rotterdam bedeutete dies einen Wandel. Zuvor wurden nämlich die Güterwagen überall im Hafen beladen und dann nach Kijfhoek im Osten der Stadt gebracht, wo die Züge gebildet wurden. Das RSC zentralisierte diese Aktivitäten und konzentrierte sie an einer Lokalität im sogenannten Eemhaven. Damals bestand die Anlage lediglich aus vier Gleisen und zwei Portalkränen.

Zwischenzeitlich wurde die Kapazität verdoppelt, sodass heute problemlos 300.000 Ladeeinheiten pro Jahr im Rund-um-die-Uhr-Betrieb abgewickelt werden. Dutzende Male am Tag werden Container, Wechselbrücken und Sattelauflieger zwischen Güterwagen und Lkw oder umgekehrt umgeschlagen. Zudem besteht über das benachbarte RST-Terminal eine Short-Sea-Anbindung per Schiff. Zum Portfolio von RSC gehören auch weitere Services wie der Vor- und Nachlauf per Lkw, Agenturleistungen, Verzollung und Leer-Container-Logistik. Vom RSC aus bestehen Zugverbindungen zu Destinationen in ganz Europa. 

Die Entwicklung des Terminals soll noch nicht das Ende sein, wie Koudijzer betonte: „Es gibt noch viel See- und Kontinentalfracht, die auf die Schiene verlagert werden kann. Das RSC ist bereit, dieses Wachstum aufzunehmen. Dazu arbeiten wir unter anderem an einem neuen, modernen Terminalsteuerungssystem und einer stärkeren Digitalisierung unserer Prozesse.“

Mit seinen Leistungen ist das RSC essentieller Bestandteil des intermodalen Schienengüterverkehrs im Hafen von Rotterdam: Dieser soll in den kommenden Jahren von einem Marktanteil von 11 Prozent (2016) auf 20 Prozent im Jahre 2030 steigen. 

DB Cargo ist mit 51 Prozent am RSC beteiligt, die anderen 49 Prozent verteilen sich auf die Logistik-Dienstleister Bertschi, Hoyer und Hupac.