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Transportkette 4.0

In Zeiten der Digitalisierung verändern sich die Bedürfnisse und das Verhalten der Kunden ebenso schnell wie radikal. Die gesamte Supply Chain muss sich entsprechend anpassen. DB Cargo setzt deshalb auf eine ganze Reihe technischer Neuerungen.

Das Ergebnis der aktuellen Studie „Trends und Strategien in Logistik und Supply Chain Management – Chancen der digitalen Transformation“ der Bundesvereinigung Logistik (BVL) ist richtungsweisend: 

Logistikziele mit höchster Priorität sind die Erfüllung von Kundenanforderungen, Lieferzuverlässigkeit (oder Termintreue) und Logistikkosten.

Technische Elemente der Supply Chain stehen dabei besonders im Fokus. Sie müssen laut der Studie in zweierlei Hinsicht modifiziert werden: Lieferanten und Logistikdienstleister müssen an durchgängige IT-Systeme angekoppelt werden. Zudem müssen Wertschöpfungsketten durch Datenaustausch über Unternehmensgrenzen hinaus gestaltet und analysiert werden. Predictive Analytics, mobiler Datenzugriff für Kunden und die entsprechende Sensorik zur Überwachung sind demnach die aussichtsreichsten Technologiekonzepte der Logistik. DB Cargo investiert bereits in diesen Bereichen.

Predictive Maintenance

Die Wartung von Lokomotiven mithilfe von datenbasierten Vorhersagen effizienter zu gestalteten, ist das Ziel von Predictive Maintenance. Mithilfe von Sensoren oder anderen Datenerfassungsgeräten werden Daten über Infrastruktur und Fahrzeuge gesammelt und auf einer offenen Plattform vernetzt, um festzustellen, welche Systeme mit welcher Taktung gewartet oder ersetzt werden müssen. Diese intelligente Datendiagnose und -analyse erhöht die Qualität von Anlagen und Fahrzeugen maßgeblich. Das langfristige Ziel geht aber noch darüber hinaus: Maintenance Optimization soll auch etwa im Fall konkurrierender Störungsmeldungen bewerten, welche zuerst bearbeitet werden soll, weil etwa die möglichen Folgen schwerer wiegen als die der anderen. Was zunächst sehr theoretisch klingt, hat einen konreten Nutzen – wenn die Instandhaltung der Wagen effizienter geplant werden kann, steigt auch deren Verfügbarkeit für den Kunden. 

Die DB Cargo-Schadwagen-App

Gleiches gilt für die Schadwagen-App. Mit der neuen Anwendung optimiert DB Cargo den Abwicklungsprozess, sollten ein Ersatzwagen oder eine Reparatur nötig sein. Ist ein Wagen beschädigt, kann der Kunde das nun digital melden. Die App bietet eine übersichtliche Menüführung, über die mit wenigen Klicks eine Meldung übermittelt werden kann – auch mit Fotos vom Schaden, die eine eventuell nötige Reparatur deutlich beschleunigen werden – Standzeiten und Ausfälle für den Kunden werden dadurch minimiert. Derzeit pilotiert DB Cargo die App gemeinsam mit zwei Kunden aus der Recyclingbranche.

Fiber Optic Sensing (FOS)

Die Deutsche Bahn testet außerdem derzeit ein faseroptisches Sensorsystem, das die Überwachung der modernen Transportkette noch besser macht – mithilfe von Fiber Optic Sensing (FOS) können Tiere im Gleis, Hangrutsch oder Kabeldiebstahl schneller entdeckt werden. Dadurch werden ressourcenschonend die Sicherheit und Qualität des Bahnbetriebes weiter gesteigert. „Seit einem Jahr testen wir FOS unter anderem an den Standorten Berlin-Wannsee, der rechten Rheinstrecke und an der neuen Schnellfahrstrecke VDE 8.2“, erklärt Patrick Pohl, Projektleiter „Fiber Optic Sensing“ (FOS) bei der DB Netz AG. VDE 8.2 – das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit ist das größte Bahnbauprojekt Deutschlands zwischen Nürnberg und Berlin. 8.2 bezeichnet dabei alle Neubauabschnitte der Strecke. Mitte des Jahres werden erste Ergebnisse erwartet.

Auf dem Weg zur digital transformierten Logistik

Die Investitionen von DB Cargo zielen ganz klar auf die Beziehung zum Kunden und die Befriedigung seiner Bedürfnisse ab. Sie ermöglichen DB Cargo nicht nur eine Optimierung der Verfügbarkeit von Güterwagen –Daten wie Laufzeiten, Laufleistung oder Auslastung der Netze bieten die Chance, die Logistik der Kunden zu verbessern.