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Krananlage verläd Metallschrott in Waggon

Schrott gehört nicht zum alten Eisen

Schrott ist nicht gleich Schrott: Mit DBscrap-solution stellen wir einen intakten Stahl-Recycling-Kreislauf sicher, damit die Materialzufuhr deutscher Stahlwerke nicht abreißt.

 Schiene stärkt Stahlrecycling

Derichebourg Umwelt und DB Cargo kooperieren mit dem Ziel, den Kreislauf der Rohstoffe noch nachhaltiger zu gestalten.

Stahl ist ein Werkstoff, der verlustfrei immer wieder recycelt werden kann. Allein die deutsche Stahlindustrie setzt jährlich mehr als 20 Millionen Tonnen Stahl- und Eisenschrott ein, um daraus neue Produkte herzustellen. Hier setzt das Konzept des Schrottverwerters Derichebourg Umwelt GmbH gemeinsam mit DB Cargo an: Das nachhaltige Recycling von Stahl soll noch stärker mit nachhaltigen Transporten auf der Schiene verbunden werden. 
Um dieses Konzept zu realisieren, ist Derichebourg Umwelt eine enge Kooperation mit der Güterbahn eingegangen. Als Bindeglied zwischen Lieferanten und Kunden empfängt der Recyclingspezialist zum einen verschiedene Arten Schrott aus ganz Europa, zum anderen versorgt er die Stahlwerke mit sortenrein getrennten Rohprodukten. An seinen Standorten in Nürnberg, Neumarkt, Karlsruhe, Reuth im Vogtland und Zwickau empfängt er den Schrott und verarbeitet ihn mithilfe von modernstem Equipment und Hochleistungsaggregaten wie Pressen, Scheren und Schreddern weiter. 

Teil des Wirtschaftskreislaufs

Die leistungsstarken Recyclinganlagen verfügen über modernste Technologie und sind in der Lage, aus den gesammelten Produkten hochwertige Sekundärrohstoffe zu gewinnen und so Schrott zu einem neuen Produktionsrohstoff für die Industriekunden zu verwerten. „Für Derichebourg ist das Stahlrecycling ein unverzichtbarer Prozess in der Kreislaufwirtschaft“, erklärt Andreas Fritsch, Geschäftsführer von Derichebourg Umwelt. „Durch Rückführung des Sekundärrohstoffs in den Verarbeitungskreislauf schützen wir vorhandene Ressourcen und leisten somit einen hohen Beitrag zum Umweltschutz.“
Jede Tonne eingesetzter Stahl- und Eisenschrott vermeidet den Abbau von 1,5 Tonnen Eisenerz. Eisenhüttenschlacken ersetzen Kalkstein, Kies und andere Naturmaterialien. Neben der Einsparung von Energie und Ressourcen hilft Stahlrecycling auch, Emissionen wie die des Treibhausgases CO2 zu vermeiden. So spart der Einsatz einer Tonne Stahlschrott CO2-Emissionen in gleicher Höhe ein. Durch das Stahlrecycling in Deutschland werden mehr als 20 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr vermieden – so viel, wie die Hauptstadt Berlin in einem Jahr freisetzt. 
In diesen Rahmen passt auch das Engagement für „grüne Transporte“. Derichebourg Umwelt will in Deutschland noch stärker auf die Schiene setzen – und damit auf DB Cargo. Heute transportiert die Güterbahn bereits 170.000 Tonnen Schrott pro Jahr für Derichebourg Umwelt durch ganz Deutschland und Europa – das ist mehr als die Hälfte des Gesamtvolumens des Recyclingspezialisten. Künftig soll dieser Anteil noch größer werden. „Wir wollen gemeinsam wachsen“, erklärt Wolfgang Rebhan, Kundenberater Regionalvertrieb in Nürnberg bei DB Cargo. Derzeit liegt der Fokus auf dem stark wachsenden Standort Reuth im Vogtland, wo aktuell drei Abfahrten die Woche anliegen. Im Jahr 2017 wuchsen dort die Schrottmengen überproportional. „Wir werden hier auch in Zukunft weiter investieren“, so Andreas Fritsch. 

Nachhaltige Investition

Eine Herausforderung für DB Cargo ist die Wagenbereitstellung. Immerhin transportiert die Güterbahn rund 8,5 Millionen Tonnen Eisen- und Stahlschrott pro Jahr, ein Drittel davon grenzüberschreitend. „Manchmal haben wir aufgrund der langen Umlaufzeiten Schwierigkeiten, ausreichend schnell die passenden Ea-Wagen vor Ort bereitzustellen“, räumt Wolfgang Rebhan ein. Gemeinsam arbeite man an einer Lösung. So wird DB Cargo in den nächsten Jahren verstärkt in neue Loks und Güterwagen investieren. Andreas Fritsch bekräftigt: „Wir wollen mehr Mengen auf die Schiene bringen, und wir wollen mit DB Cargo zusammenarbeiten.“ Jetzt gehe es darum, die entsprechenden Assets zuverlässig bereitzustellen.