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KONTImodal Conference 2026: Wenn aus Verbindungen ein belastbares Netzwerk wird

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    07. Oktober 2026, 14:34 Uhr

    Artikel: KONTImodal Conference 2026: Wenn aus Verbindungen ein belastbares Netzwerk wird

    New routes, higher frequencies and digital control: the KONTImodal Conference 2026 showed what will matter for combined transport in the future.  

    Mehr Auswahl auf der Schiene

    Was passiert, wenn eine Abfahrt ausfällt oder eine Transportkette ins Stocken gerät? Im Kombinierten Verkehr entscheidet sich die Leistungsfähigkeit eines Angebots nicht allein an einer einzelnen Verbindung. Je dichter das Netz und je höher die Frequenz, desto mehr Möglichkeiten gibt es, Transporte innerhalb des Systems weiterzuführen.

    Genau diese Entwicklung stand bei der KONTImodal Conference 2026 im Mittelpunkt. Am 17. September trafen sich Kunden und Partner von DB Cargo im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Im Fokus standen die Weiterentwicklung des kontinentalen Kombinierten Verkehrs, neue Verbindungen und die Frage, wie digitale Systeme künftig bei der Steuerung komplexer Transportketten unterstützen können.

    Für DB Cargo geht es dabei um ein Netz, das industrielle Standorte in Deutschland mit europäischen Wirtschaftsräumen verbindet. Die Weiterentwicklung des kontinentalen Kombinierten Verkehrs über die europäischen Korridore sowie der Erhalt eines zukunftsfähigen deutschen Einzelwagenverkehrsnetzes bilden dabei einen wichtigen Teil des Konzepts. Im Executive Board Talk wurde die Ausrichtung des Netzwerks ebenso thematisiert wie die Bedeutung stabiler und planbarer Verkehre.

    Frequenz schafft Spielraum

    Besonders im Fokus stand der Operator Talk: Für Britta Weber, neue CEO von Hupac, und Dirk Steffes, neuer Geschäftsführer von Kombiverkehr, war es der erste gemeinsame Branchenauftritt in ihren neuen Funktionen. Beide gaben Einblicke in die Weiterentwicklung Ihrer Angebote im Kombinierten Verkehr und stellten konkrete Veränderungen in den europäischen Netzwerken vor. Kombiverkehr präsentierte mehrere neue in Zusammenarbeit mit DB Cargo KONTImodal geplante Verbindungen sowie Erweiterungen von Bestandsverbindungen. 

    Operator Talk auf der KONTImodal Conference 2025: Britta Weber (Hupac), Dirk Steffes (Kombiverkehr) und Sylke Hussmann diskutierten aktuelle Entwicklungen im Kombinierten Verkehr.

    Kombiverkehr und Hupac verfolgen das Ziel ein umfassendes Angebot für Ihre Kunden zur Verfügung zu stellen. In Ergänzung zu Ihren exklusiven Verbindungen werden auch Relationen in Kooperation angeboten, wenn es um ein wirtschaftliches und attraktives Zusatzangebot für den Markt geht. Beispielsweise wird die neue Verbindung zwischen Duisburg und Barcelona La Llagosta als Gemeinschaftsprodukt der beiden Operateure betrieben.

    Solche Erweiterungen verändern mehr als nur den Fahrplan. Mehr Abfahrten können die Planung flexibler machen und zusätzliche Möglichkeiten schaffen, Transporte in ein bestehendes Netzwerk einzubinden.Hupac stellte dazu mit Shuttle Net ihren bewährten Ansatz vor, der auf hohe Frequenzen und die Bündelung von Transportmengen auf stark nachgefragten Relationen setzt. Auf ausgewählten Verbindungen sind mehr als 20 Rundläufe pro Woche vorgesehen. Ziel sind ein stabileres Angebot und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

    Damit wird ein Punkt sichtbar, der für die Entwicklung des Kombinierten Verkehrs wesentlich ist: Ein leistungsfähiges Angebot entsteht nicht nur durch einzelne neue Strecken. Es braucht Verbindungen, die miteinander funktionieren, ausreichende Frequenzen und Partner, die ihre Leistungen in einem gemeinsamen Netzwerk zusammenbringen.

    Wenn die Transportkette selbst reagieren kann

    Quelle: DB Cargo AG

    Martin Hofmann (Novagentica) und Sylke Hussmann auf der KONTImodal Conference 2025. In seiner Keynote stellte Hofmann Potenziale von Agentic AI für Logistik und Supply Chains vor.

    Die zweite große Perspektive der Konferenz kam aus einer ganz anderen Richtung. In seiner Keynote „Who runs your company while you sleep?“ beschäftigte sich Martin Hofmann, CEO von Novagentica, mit Agentic AI.

    Der Ansatz geht über die klassische Digitalisierung von Prozessen hinaus. Systeme sollen Daten laufend erfassen, verschiedene Handlungsoptionen bewerten und innerhalb definierter Regeln selbst Aktionen auslösen können. Als Beispiel diente eine verspätete Seefrachtsendung: Ein digitales System erkennt die Abweichung, prüft Alternativen und könnte daraus unmittelbar weitere Schritte ableiten.

    Dafür werden Informationen aus unterschiedlichen Teilen der Lieferkette zusammengeführt – etwa von Schiffen, Zügen, Lkw und Häfen ebenso wie aus Lagern oder ERP-Systemen. Der technologische Gedanke dahinter ist eine kontinuierliche Schleife aus Wahrnehmen, Planen, Bewerten, Entscheiden, Handeln und Lernen.

    Für die Logistik führt das zu einer interessanten Frage: Welche operativen Entscheidungen können digitale Systeme künftig selbst übernehmen – und an welcher Stelle bleibt die Entscheidung beim Menschen?Die Konferenz zeigte Agentic AI dabei als technologischen Ansatz, mit der sich DB Cargo genau wie alle anderen Beteiligten in der Logistikkette beschäftigen (müssen). Voraussetzung für einen solchen Einsatz sind verlässliche Daten, klare Regeln und definierte Grenzen für automatisierte Entscheidungen.

    Vom Fahrplan zum lernenden Netzwerk?

    Damit treffen bei der KONTImodal Conference zwei Entwicklungen aufeinander. Auf der einen Seite steht der klassische Ausbau des Netzwerks: neue Relationen, höhere Frequenzen, gebündelte Mengen und die Zusammenarbeit von Eisenbahnunternehmen und Operateuren. Auf der anderen Seite stehen digitale Systeme, die Transportdaten über verschiedene Verkehrsträger hinweg zusammenführen und daraus Handlungsmöglichkeiten ableiten können.

    Beides verfolgt letztlich dieselbe Frage aus unterschiedlichen Perspektiven: Wie lässt sich eine komplexe Transportkette auch dann leistungsfähig halten, wenn sich ihre Rahmenbedingungen verändern?

    Die KONTImodal Conference 2026 gab darauf keine fertige Antwort. Sie zeigte aber, in welche Richtung sich der Kombinierte Verkehr entwickelt: vom einzelnen Zuglauf hin zu eng verknüpften Netzwerken – und bei der Steuerung möglicherweise von festen Abläufen hin zu Systemen, die auf Veränderungen laufend reagieren können.  

    Hinweis: Bei der Feedbackabgabe werden keine personenbezogenen Daten erhoben. Das Feedback wird anonym verarbeitet. Datenschutzhinweise DB Cargo

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