Coca-Cola on Tracks: DB Cargo schafft ein Güternetzwerk in Deutschland

Coca-Cola on Tracks: DB Cargo schafft ein Güternetzwerk in Deutschland

Bahnlogistik ersetzt drei Millionen Lkw-Kilometer – die Flexibilität ist für Coca-Cola ausschlaggebend.


Der Verkehrssektor ist ein großer Treiber von CO₂-Emissionen in Deutschland: Deshalb verlagert der Getränkehersteller Coca-Cola Langstreckentransporte zwischen seinen Standorten zunehmend auf die umweltfreundliche Schiene, DB Cargo sorgt maßgeblich für die termingerechte Bahnlogistik. Seit Februar werden neue Strecken an die Bahn angeschlossen. So entsteht bis Mitte des Jahres ein bundesweites „Schienengüternetzwerk“ für Coca-Cola, in das 13 Standorte eingebunden werden. Gewinner ist vor allem das Klima. Mit dem neuen, umweltfreundlichen Transportweg von DB Cargo werden jährlich etwa 1900 Tonnen CO₂ weniger verbraucht. Und auch auf den Autobahnen ist fortan mehr Platz: etwa drei Millionen Lkw-Kilometer sollen pro Jahr bei den Fernverbindungen eingespart werden.

Logistiknetzwerk für die Konsumgüterbranche

„Coca-Cola trinkt man cool. Und cool fürs Klima ist, dass Getränke von Coca-Cola in Deutschland auf langen Strecken nun auch mit der Bahn transportiert werden“, sagt Dr. Sigrid Nikutta. Als DB-Konzernvorstand für den Schienen-Güterverkehr stellt sie fest: „Für Konsumgüter ist der Mix aus langen Bahntransfers und der letzten Meile per Lkw zum Kunden ideal. Wir haben gemeinsam ein Logistiknetzwerk für Coca-Cola realisiert, welches mit 13 Standorten in der Konsumgüterbranche einmalig in Deutschland ist.“ Ziel einer starken DB-Cargo ist, noch mehr Kunden in Europa von den Vorteilen der Bahnlogistik zu überzeugen, so Dr. Sigrid Nikutta.



Das Güternetzwerk von Coca-Cola und DB Cargo in Deutschland.
 

Pilotprojekt auf der Schiene
Coca-Cola und DB Cargo haben bereits 2016 mit einem Pilotprojekt begonnen, innerdeutsche Langstrecken auf die Schiene zu holen. Seitdem wurden die Verkehre sukzessive ausgeweitet: „Wir produzieren weitgehend regional und haben überwiegend kurze Lieferwege. Dort, wo das nicht möglich ist, setzen wir noch stärker auf die Schiene. In diesem Jahr bauen wir deshalb mit DB Cargo ein Netz mit 19 Strecken zwischen unseren Standorten auf“, sagt Tilmann Rothhammer, Geschäftsführer Customer Service und Supply Chain. „Das ist vor allem deshalb möglich, weil wir Schienengütertransporte bei DB Cargo genauso kurzfristig beauftragen können wie Transporte über die Straße – in nur drei Tagen. Da es immer wieder vorkommt, dass die Nachfrage plötzlich schwankt, ist diese Flexibilität für uns als Konsumgüterunternehmen besonders wichtig. Das hilft uns, mehr auf die Schiene zu verlagern und unser ambitioniertes Ziel eines klimaneutralen Geschäfts im Jahr 2040 zu erreichen.“

Coca-Cola hat sich zum Ziel gesetzt, seine absoluten Treibhausgasemissionen bis 2030 über die gesamte Wertschöpfungskette um 30 Prozent gegenüber 2019 zu senken und bis 2040 klimaneutral zu werden. Wie Coca-Cola das erreichen möchten, lesen Sie hier.

Zahlen und Fakten im Überblick: Coca-Cola mit DB Cargo auf der Schiene

Seit 2016 Schienengütertransporte auf Langstrecken zwischen Standorten in Deutschland ausgebaut

  • 2020: 1,7 Mio. Lkw-Kilometer und 1.000 Tonnen CO₂ eingespart
  • 2019: 1,4 Mio. Lkw-Kilometer und 700 Tonnen CO₂ eingespart
  • 2018–2020: Verdopplung der Standorte im Bahnnetz von fünf auf elf
  • 2018–2020: Verdopplung der Strecken im Bahnnetz von vier auf neun


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Kirsten Eckhoff

Kundenberaterin Regional Sales DB Cargo