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Die Kohlezüge rollen

Die ersten Kohlezüge erreichen auf extra eingerichteten Prioritätskorridoren das Saarland

Die Energieversorgung ist derzeit ein wichtiges Thema in der Gesellschaft und Politik, auch DB Cargo ist sich ihrer Verantwortung hierbei bewusst und packt mit an. Und zwar mit der Versorgung von Kraftwerken mit Steinkohle.

Erste Kohlezüge erreichen das Saarland

Die ersten Kohlezüge sind inzwischen unter anderem im saarländischen Bexbach beim Kraftwerksbetreiber STEAG eingetroffen und wurden dort von Oliver Luksic (Parlamentarischer Staatssekretär und Logistik-Beauftragter der Bundesregierung) und Dr. Sigrid Nikutta (Vorstand Güterverkehr bei der Deutschen Bahn AG) persönlich in Empfang genommen. Das Großkraftwerk in der Nähe von Neunkirchen gehört zu den Kraftwerken, die von sogenannten Prioritätskorridoren profitieren und von DB Cargo regelmäßig mit Steinkohle beliefert werden.

Prioritätskorridore sorgen für Energiesicherheit

Prioritätskorridor bedeutet, dass Güterzüge auf fest definierten Transportrouten und bei konkreter öffentlicher Energieversorgung Vorrang im Schienennetz erhalten. Der Bund hat dies in einer Rechtsverordnung festgelegt, so dass die Kohlezüge ihrer Versorgungsrelevanz deutlich schneller nachkommen können. Oliver Luksic begründet dies so: „Wir haben den Rechtsrahmen geschaffen, um auf Situationen wie diese vorbereitet zu sein. Konkret ermöglicht er, Energietransporte zu priorisieren. Das ist nötig, weil unser Schienennetz bereits stark ausgelastet ist. Ausfälle oder Verspätungen können daher nicht seriös ausgeschlossen werden. Gleichzeitig kann es uns nur gemeinsam gelingen, die Versorgung der Kohlekraftwerke sicherzustellen“.

„Herausforderung für die gesamte Logistikbranche“

Dr. Nikutta stellte beim Empfang der ersten Züge in Bexbach zudem den Stellenwert der Schiene bei der Energiesicherheit heraus: „Die Versorgung der Kraftwerke mit Steinkohle ist eine Herausforderung für die gesamte Logistikbranche. Wie so vieles derzeit, ist das eine Veränderung, die vor Monaten noch nicht abzusehen waren. DB Cargo zeigt einmal mehr, wie schnell wir mit einem starken Schienengüterverkehr hier reagieren können“.

Kohlezug auf dem Weg zum Kraftwerk
Kohlezug auf dem Weg zum Kraftwerk

Modernisierung der Kohlezüge in vollem Gange

Zudem versorgt DB Cargo BTT das Bexbacher Kraftwerk im Einzelwagennetzwerk mit Ammoniak, das zur Rauchgasreinigung während der Produktion genutzt wird. Bedarfsgerechte Lieferungen von importiertem Ammoniak aus den Seehäfen machen die Wieder-Inbetriebnahme des Kraftwerks überhaupt erst möglich, die Lieferung des Gefahrguts auf der sicheren Schiene ist dabei der richtige Schritt.

Darüber hinaus modernisiert DB Cargo für den Kohletransport derzeit mehr als 1.000 Kohlewaggons, die teilweise nicht mehr im Betrieb waren und nun reaktiviert werden. In diesem Rahmen wird auch eine Nachrüstung mit Flüsterbremsen durchgeführt. So zeigt sich DB Cargo als verlässlicher Partner in der Energieversorgung.