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Lokrangierführer werden: dein Einstieg in einen technischen Bahnberuf mit Verantwortung

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Lokrangierführer

Lokrangierführer werden

Aufgaben, Ausbildung, Quereinstieg & Job

 

Als Lokrangierführer übernimmst Du im Schienenverkehr eine zentrale Rolle, wenn Züge im Rangierbahnhof zusammengestellt, bewegt und für den weiteren Einsatz vorbereitet werden. Du kuppelst bzw. entkuppelst Güterwagen, ordnest sie neu, prüfst Bremsen und Wagen und bewegst Rangierlokomotiven teilweise mit einer Funkfernsteuerung. Als Lokrangierführer fährst Du über die Strecke zu Kundenbedienungen.

Damit ist der Beruf ideal für Personen, die Technik, Praxis und Verantwortung miteinander verbinden wollen. Gegenüber dem klassischen Streckenlokführer hebt sich der Lokrangierführer dadurch ab, dass er ein breiteres Aufgabenspektrum im Schienengüterverkehr erfüllt. 

Worin unterscheidet sich der Beruf Lokrangierführer vom Lokführer?

Der Unterschied zum klassischen Lokführer liegt vor allem im Einsatzbereich. Lokführer führen Züge im Personen- oder Güterverkehr über längere Strecken und sind stark mit dem Fahrbetrieb im Netz verbunden. Lokrangierführer bewegen Rangierabteilungen dagegen vor allem im Rangierbahnhof teilweise mit Funkfernsteuerung, fahren in Anschlussgleise und führen Kundenbedienungen durch.

Lokrangierführer

Was macht ein Lokrangierführer?

Lokrangierführer sorgen dafür, dass Güterwagen korrekt zusammengestellt, bewegt und für ihre Weiterfahrt vorbereitet werden. Dazu gehören das Kuppeln bzw. Entkuppeln, Neuordnen und Prüfen von Wagen sowie das Rangieren von Eisenbahnfahrzeugen und die Abstimmung im Betriebsablauf.

Im Arbeitsalltag bedienen sie häufig funkferngesteuerte Lokomotiven, dokumentieren Wagenbewegungen digital und erstellen wichtige Unterlagen wie Wagenlisten und Bremszettel.

Die Kombination aus Rangieren, Zugfahren sowie dem direkten Kundenkontakt und der Verantwortung im Betrieb macht das Berufsbild besonders vielseitig.

Lokrangierführer auf roter Lok
Lokrangierführer auf roter Lok
Quelle: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

Arbeitsalltag im Rangierbetrieb

Dein Arbeitsalltag als Lokrangierführer ist abwechslungsreich und stark am Güterverkehr orientiert. Du bewegst Rangierlokomotiven teilweise mit Funkfernsteuerung, stellst Wagenzüge zusammen, prüfst die technische Einsatzfähigkeit und reagierst auf Abweichungen im Betrieb. Dabei trägst Du Verantwortung für die sichere Funktion der Fahrzeuge und triffst fachkundige Entscheidungen im Rangierbetrieb.

Moderne Technik gehört zu Deinem Alltag: Du arbeitest mit funkferngesteuerten Lokomotiven, digitalen Systemen und elektronischer Dokumentation

Lokrangierführer auf Lok
Lokrangierführer auf Lok
Quelle: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

Jetzt Einstieg als Lokrangierführer anfragen

Wenn Du einen Bahnberuf suchst, der Technik, Verantwortung, Funklokomotiven, Rangierbetrieb und Teamarbeit miteinander verbindet, ist Lokrangierführer ein sehr starkes Zielprofil.  

 Quereinstieg als Lokrangierführer

Dein Quereinstieg zum Lokrangierführer dauert ca. 18 Monate (inkl. Urlaubszeiten). Für den Quereinstieg als Lokrangierführer gelten: Mindestalter 18 Jahre, ein Schulabschluss, zusätzlich entweder eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einschlägige Berufserfahrung, Deutschkenntnisse mindestens auf B2-Niveau, die Bereitschaft zu Schichtdienst, Zuverlässigkeit, Lernbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein sowie die Bereitschaft, die medizinische und psychologische Eignung.

Die Lokrangierführer-Ausbildung setzt sich aus der Rangierbegleiter- und der Lokführer-Ausbildung inkl. der Funkfernsteuerung zusammen. Du startest mit der Rangierbegleiter-Ausbildung und nach erfolgreichem Abschluss geht es mit der Lokführer-Ausbildung weiter. 

 

Phase I: Module der Rangierbegleiterausbildung

Theorie

Fachliches FundamentGrundlagen zu Sicherheit, betriebliches Regelwerk und Bahnbetrieb

Praxistraining

Anwendung im AlltagMitarbeit mit Kollegen am Arbeitsplatz - Side-by-Side

Produktionssystem

Dokumentationen, Frachtbriefe sowie Aufbau und Pflege von Kundenbeziehungen

Prüfungen

Sicher qualifiziertTheoretische und praktische Prüfungen schließen die Ausbildung ab.

Phase II: Module der Lokführerausbildung

Theorie

Fachliches FundamentGrundlagen zu Sicherheit, betriebliches Regelwerk und Bahnbetrieb

Praxistraining

Anwendung im AlltagÜbungen und Simulation im realistischen Betriebsumfeld.

Lernfahrten

Praktische Erfahrung sammeln durch Fahrten im Zugbetrieb mit Begleitung.

Prüfungen

Sicher qualifiziertTheoretische und praktische Prüfungen schließen die Ausbildung ab.

 

Was Du in der Ausbildung zum Lokrangierführer lernst

Die Ausbildung zum Lokrangierführer ist in strukturierte Module gegliedert und vermittelt Schritt für Schritt Fachwissen, technische Kenntnisse und praktische Erfahrung im Rangierbetrieb. Dabei werden Theorie, Praxistraining und Mitarbeit im Betrieb kombiniert, um Dich gezielt auf deine Aufgaben im Güterverkehr vorzubereiten.

Grundlagen, Sicherheit und Rangieren

Zu Beginn lernst Du die Grundlagen des Bahnbetriebs und des Rangierens kennen. Dazu gehören Sicherheitsvorschriften, Rangiersignale sowie das sichere Bewegen und Zusammenstellen von Fahrzeugen im Betrieb.

Rangierbetrieb und Zugbildung

Ein zentraler Bestandteil ist das Zusammenstellen von Güterzügen. Du lernst, Wagen zu kuppeln und entkuppeln, zu ordnen und Züge korrekt für ihre Weiterfahrt vorzubereiten.

Kommunikation und moderne Systeme

Du lernst den Umgang mit Zugfunk (GSM‑R) sowie digitalen Systemen zur Steuerung und Dokumentation von Abläufen im Rangierbetrieb.

Umgang mit Störungen und besondere Situationen

Ein wichtiger Teil der Ausbildung ist das Handeln bei Unregelmäßigkeiten im Betrieb. Du lernst, Abweichungen zu erkennen, schnell zu reagieren und sichere Entscheidungen zu treffen.

Technik und Fahrzeuge

Du beschäftigst Dich mit der Technik von Triebfahrzeugen und Güterwagen. Dazu gehören Bremsen, Druckluftsysteme sowie grundlegende technische Funktionen und Sicherheitsprüfungen. Du erlernst den Umgang mit der Funkfernsteuerung für Lokomotiven. 

Güterverkehr und Wagenkunde

Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Güterwagen:

  • Wagenprüfung und Bremsproben
  • sichere Verladung und Transport
  • den sicheren Umgang mit gefährlichen Gütern
Praxis und Anwendung im Rangierbetrieb

Ein großer Teil der Ausbildung findet im Betrieb statt:

  • Praxismodule im Rangierbahnhof
  • Mitarbeit in verschiedenen Bereichen (z. B. Einfahr-, Ablauf- und Richtungsgruppe)
  • Anwendung des Gelernten im Arbeitsalltag
Streckenfahrt und Kundenbedienung

Du lernst Züge über die Strecke zu fahren und die selbstständige Kundenbedienung im Gleisanschluss durchzuführen. 

Das sagen unsere Auszubildenden/Quereinsteiger/Umschüler...

 

"Geholfen hat mir, dass wir viele Störungen und Aufgaben mit den Trainern umgesetzt haben."Mai 2026 | Lokrangierführer

 

"Der Unterricht war klasse, der Trainer hat alles sehr gut erklärt und der Unterricht war sehr aufschlussreich."Oktober 2025 | Lokrangierführer

 

"Besonders gefallen hat mir, dass man alles verstanden hat und in der Praxis gut anwenden konnte, da der Trainer leichte Tipps gegeben hat, die mir weiterhelfen konnten."Juli 2025 | Lokrangierführer

 

"Die Vorbereitung an dem Vortag hat alle Themen die bei der Klausur abgefragt wurden nochmal gut übermittelt."Juni 2025 | Lokrangierführer 

Häufige Fragen zum Berufsbild Lokrangierführer

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es im Beruf?

Der Beruf bietet verschiedene Weiterentwicklungsmöglichkeiten im Bahnbetrieb. Dazu gehören zum Beispiel Spezialisierungen im Rangierbereich oder Weiterbildungen in andere Tätigkeiten wie Lokführer, Wagenmeister oder Funktionen mit mehr Verantwortung im Eisenbahnbetrieb.

Ende des Expander-Inhaltes
Welche Arbeitszeiten hat ein Lokrangierführer?

Der Rangierbetrieb läuft rund um die Uhr. Deshalb arbeiten Lokrangierführer im Schichtdienst, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Diese werden durch Zulagen belohnt. Die Arbeitszeiten sind klar strukturiert und orientieren sich am laufenden Betrieb im Güterverkehr. 

Ende des Expander-Inhaltes
Arbeitet man als Lokrangierführer im Freien?

Ja, ein großer Teil der Tätigkeit findet im Freien statt – etwa im Rangierbahnhof oder an Gleisanschlüssen. Du arbeitest dabei unter verschiedenen Wetterbedingungen und bewegst Dich im direkten Betriebsumfeld. Deshalb sind körperliche Belastbarkeit und die Bereitschaft zur Arbeit im Freien wichtig, dafür erhältst Du Deine qualitativ hochwertige persönliche Schutzausrüstung (PSA).

Ende des Expander-Inhaltes