Seit 13. Januar 2022 fährt die Kombiverkehr KG aus Frankfurt das Cobelfret-Terminal in Rotterdam an, das den Umstieg auf die Fährverbindungen nach Großbritannien ermöglicht. Über dieses Terminal erreichen Kunden erstmals die Zielhäfen London, Dublin und Killingholme. Damit erweitert der Frankfurter Operateur gemeinsam mit der TFG Transfracht GmbH aus Hamburg, einer hundertprozentigen Tochter der Deutschen Bahn, das Angebot intermodaler Verkehre. Der intermodale (Kombinierte) Verkehr ermöglicht den Wechsel von Ladeeinheiten zwischen mehreren Verkehrsträgern, wobei das in den Ladeeinheiten befindliche Gut nicht umgeschlagen wird.

Nachhaltig verbunden

Die von den Kooperationspartnern betriebene Verbindung zwischen dem Nürnberger TriCon-Terminal und Rotterdam wird wöchentlich fünfmal montags bis freitags in beide Richtungen angeboten. Transportiert wurden bisher nur maritime Container. Die erweiterte Zugkapazität mit Taschenwagen ermöglicht jetzt auch den Transport von Sattelaufliegern und Wechselbrücken. Gut für die Umwelt: Denn damit ist eine tägliche Verlagerung von zusätzlichen 20 Lkw-Ladungen durchführbar, die eine CO2-Einsparung von bis zu 1.500 Tonnen pro Woche erbringt. Kombiverkehr und TFG Transfracht bieten somit eine weitere, verglichen mit dem Lkw-Transport emissionsarme, Transportmöglichkeit an: Die intermodale Transportlösung ersetzt nachhaltig 866 Lkw-Kilometer auf der Schiene zwischen Nürnberg und Rotterdam.

Die Verlagerung der Transporte auf die Schiene verbessert die Umweltbilanz aller an der Wertschöpfungskette Beteiligten: Bis zu 80 Prozent der beim Lkw-Transport entstehenden CO2-Emissionen spart der Schienentransport ein. „Mit dem neuen kontinentalen Zugangebot geben wir unseren Speditionskunden zudem eine klare Antwort auf die Ressourcenknappheit bei Laderaum und den Mangel von Lkw-Fahrern“, sagt Alexander Ochs, Geschäftsführer bei Kombiverkehr. „Mit dem Ziel, durchgehende UK-Verkehre zu realisieren, ist uns dies auch bei dem neuen Cobelfret-Produkt mit attraktiven Annahmeschluss- und Abladebeginnzeiten gelungen.“

Mit der neuen Intermodalverbindung nach Rotterdam Cobelfret sind ab sofort auch Trailer-Verkehre nach UK ab dem Nürnberger TriCon Terminal im Intermodal-Netzwerk der Kombiverkehr KG möglich.


Auswahl und Frequenz ausgebaut

Darüber hinaus senkt die intermodale Transportlösung auch die Lärmbelästigung, beseitigt Verkehrs- und Zollprozesse auf der Autobahn, vereinfacht die Planung und sichert feste Abfahrtszeittermine. „Erstmals verknüpfen wir kontinentale sowie maritime Ladungsströme und ermöglichen unseren Kunden damit noch höhere Abfahrtsfrequenzen sowie eine größtmögliche Auswahl an Terminals in Rotterdam und Antwerpen. Dies ist ganz im Sinne der Transportverlagerungen von der Straße auf die umweltfreundliche Schiene“, betont Philipp Best, Vertriebsleitung bei TFG Transfracht, mit Blick auf die klimafreundliche Transportlösung. Auch weitere ökologische Lösungen wie zu 100 Prozent CO2-freie Schienen- oder Straßentransporte seien jederzeit verfügbar.

Klimaziele im Blick

Diese Angebotsausweitung leiste somit auch einen Beitrag, um die Pariser Klimaziele zu erreichen, und sei Philipp Best zufolge ganz im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Schließlich ersetzen die AlbatrosExpress-Züge der TFG jährlich rund 600.000 Lkw-Fahrten und vermeiden so etwa 400.000 Tonnen an CO2-Emissionen. Dies entsprach 2021 dem Transport von nahezu einer Million 20-Fuß-Standardcontainern (TEU – Twenty-Foot Equivalent Unit). Und auch DB Cargo, wo alle nationalen und internationalen Aktivitäten der Deutschen Bahn im Schienengüterverkehr gebündelt sind, ist stark im kombinierten Transport: Das Unternehmen ersetzt jährlich 6,3 Millionen Lkw-Fahrten inklusive der Einsparung der TFG. Dies entspricht einer CO2-Reduktion von zwei Millionen Tonnen im Vergleich zum Lkw-Transport.
 


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Agatha Sick

Managerin Marketing KommunikationTFG Transfracht