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Nächster Halt: Salzburg

Salzburg will Vorreiter für die Mobilität der Zukunft werden – und mit dem Landesmobilitätskonzept „salzburg.mobil 2025“ neue Maßstäbe ­setzen. Dafür entwickeln zahlreiche Forschungsprojekte die Verkehrskonzepte von morgen.

Im Zentrum der Bemühungen Salzburgs, die multimodale Zukunft umzusetzen, steht das Konzept „salzburg.mobil 2025“. Insgesamt 83 konkrete Maßnahmen sollen den Verkehr klima- und umweltfreundlicher machen, durch einen angemessenen Mix der verschiedenen Modi. So strebt „salzburg.mobil 2025“ einen Zuwachs beim Radverkehr und beim öffentlichen Verkehr um jeweils fast 20 Prozent an. Multimodalität soll massiv gefördert werden.

10.000
E-FAHRZEUGE

Die Bevölkerung wird künftig nicht nur auf ein Verkehrsmittel zurückgreifen – durch bessere Angebote werden die Wahlmöglichkeiten deutlich erhöht. Die räumlichen Strukturen der Siedlungsgebiete sollen dabei so entwickelt werden, dass keine Abhängigkeit vom Auto entsteht. Durch Förderprogramme, wie die Finanzierung von 10.000 E-Fahrzeugen, soll zudem der Einsatz elektrischer Antriebsarten unterstützt werden. Und Gasomnibusse werden verstärkt mit regional produziertem Biogas betrieben.

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Die Ausgangsposition Salzburgs für das ambitionierte Zukunftsprojekt ist denkbar günstig: Schon jetzt liegt der Anteil der Radfahrer am städtischen Verkehr bei 20 Prozent, dank eines flachen Stadtgebiets und eines übersichtlichen Areals. Schon lange gibt es viele gute und schnelle Radwege in der 150.000-Einwohner-Stadt. Trotzdem sind die Grundbedingungen in der österreichischen Landeshauptstadt herausfordernd: Der Platz ist knapp und insbesondere in der historisch gewachsenen Altstadt sind bauliche Maßnahmen nicht immer möglich, um neue Verkehrskonzepte zu etablieren. „Deshalb werden wir die Modi untereinander abstimmen.

20 %
RADFAHRER

Wo ist das Rad am sinnvollsten, wo der Fußweg, wo öffentliche Verkehrsmittel?“, sagt Dr. Karl Rehrl, Head of Mobile and Web-based Information Systems bei der unabhängigen Salzburg Research Forschungsgesellschaft.
Zu den anvisierten Maßnahmen von „salzburg.mobil 2025“ gehört deshalb auch die Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene. Luftschadstoff­Emissionen, Lärmbelastung sowie Flächen- und Ressourcenverbrauch sollen so deutlich reduziert werden. Zudem hat das Konzept einen starken sozialen Charakter. So sollen alle Bürger, unabhängig vom Alter, die gleichen Mobilitätschancen und eine freie Verkehrsmittelwahl bekommen. Regionale Zentren, Arbeitsplätze, Ausbildungsstätten und soziale Einrichtungen sollen gleich gut erreichbar sein.

150.000
EINWOHNER

„Mit dem Landesmobilitätskonzept ‚salzburg.mobil 2025‘ sind wir auf einem guten Weg“, stellt Rehrl fest und ergänzt: „Am Ende kommt es auf das Gesamtkonzept für alle Verkehrsmittel an, um die mobilen Herausforderungen der Zukunft zu lösen.“